Stimmgewalt im Kleinod des Jülicher Landes

Von: ls
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In der weihnachtlich geschmüc
In der weihnachtlich geschmückten Kirche in Bourheim lauschten viele Zuhörer den Advents- und Weihnachtsliedern, die vom Vokalensemble „Capellissimo” vorgetragen wurden Foto: Schmidt

Bourheim. „In dulco jubilo” (Mit wohlklingendem Jubel) - so war jetzt das Konzert in der Pfarrkirche Heilige Maurische Märtyrer Jülich-Bourheim betitelt. Das Vokalensemble „Cappellissimo” war zu Gast mit Advents- und Weihnachtsliedern aus vier Jahrhunderten.

Die sieben Hobby-Sängerinnen und Sänger aus Aachen, Jülich, Nettetal, Bergisch-Gladbach, Kempen und Krefeld musizieren bereits seit dem Jahr 2000 gemeinsam als Vokalensemble. Mit Vorliebe widmen sich Tatjana Lehnen, Anke Keppel (beide Sopran), Andrea Scheel, Monika Sering (beide Alt), Frank Gössel (Tenor), Christoph Aretz und Jörg Rösseler (beide Bass) der geistigen Chormusik. Diese war auch in der Bourheimer Kirche zu hören.

Festlich geschmückt

Der Jülicher Pfarrer Dr. Peter Jöcken begrüßte die zahlreichen Konzertbesucher in dem mit Krippe, Adventskranz und Kerzen geschmückten Gotteshaus. Die Kirche, die in der jetzigen Form aus dem Jahr 1776 stammt, bezeichnete er dabei treffend als „schönes barockes Kleinod im Jülicher Land”.

Nach einem kurzen Abriss über die Geschichte der Bourheimer Kirche betrat das Vokalensemble „Capellissimo” den Altarraum. Mit „Komm, Du Heiland aller Welt” wurde das Konzert eröffnet. Ohne deutlich hörbaren Übergang erklang danach „Nun komm der Heiden Heiland” von Johann Sebastian Bach.

Das folgende Lied aus dem 19. Jahrhundert, „Rorate coeli desuper” von Josef Rheinberger begann schwermütig, wurde aber später etwas fröhlicher. Nach „Es kommt ein Schiff, geladen” von Max Reger folgte das Lied „Übers Gebirg Maria geht”, bei dem eine Solostimme reizvolle und klangstarke Akzente setzte. Im Anschluss kam mit „Und unser lieben Frauen Traum” wieder ein Lied von Max Reger zu Gehör. Das folgende festliche „Prope est Dominus” von Josef Rheinberger endete mit einem freudigen „Halleluja”. Dann wurde ein Gedicht über eine verschneite, weihnachtliche Winternacht rezitiert. Die friedliche Feststimmung griff das nächste Lied auf. „O selige Nacht” verstärkte die besinnliche Atmosphäre in der Kirche.

Danach erschallte die zeitgenössischen Komposition „Die Nacht ist vorgedrungen” und ging direkt über in „Der Morgenstern ist aufgedrungen”, was der Feder von Michael Praetorius (16. Jahrhundert) entstammt.

Zwei weithin bekannte Weihnachtslieder, die im Abstand von ungefähr vier Jahrhunderten entstanden sind - „Es ist ein Ros entsprungen” und „Zu Bethlehem geboren” füllten danach die Kirche aus. Eine Sängerin des Vokalensembles trug anschließend das Gedicht von der „Weihnachtsmaus”, die über Nacht Leckereien stiehlt, vor. Darauf folgte das langsame, bedächtige „In the bleak mid-winter” von Gustav Holst. Durch die wechselnden Lautstärken erhielt das Lied eine besondere Dynamik. Als nächstes erklang mit „O Jesulein zart” ein sanftes Wiegenlied.

Im Anschluss gab es wieder eine Lesung, die mit der Feststellung „um 21.30 Uhr kann man Gott spielen hören” endete. Das letzte Stück, was im Programmheft stand, griff das Thema des Adventskonzertes wieder auf. „In dulco jubilo” bildete einen sehr klangvollen Abschluss, bei dem der „wohlklingende Jubel” ganz klar zu spüren war. Danach wurde noch ein „Text für unterwegs” verlesen und das Vokalensemble stimmt ein allerletztes Lied an. Dieses war festlich und wurde immer ruhiger, bis es leise ausklang.

Der laute und anhaltende Applaus der Zuhörer bewies, dass das stimmgewaltige Vokalensemble „Capellissimo” dem Publikum ein wunderbares Konzert in der Vorweihnachtszeit beschert hatte.
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