Sternenzauber begeistert Tausende Besucher im Brückenkopfpark

Von: ptj
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Bunt und imposant: Das farbenprächtige Feuerwerkspektakel zu Klängen von Walt Disney im Stadtgarten berührt das Herz. Foto: Jagodzinska
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Beste Bike-Stunts, vorgeführt von Max Schrom, verblüffen die Zuschauer, die schon nachmittags im Park waren. Foto: Jagodzinska

Jülich. Tausende von Besuchern, darunter viele Familien mit Kindern, ließen sich auf den Wiesen und Wällen im Stadtgarten des Brückenkopfparks nieder, um den spektakulären „Sternenzauber“ von Pyrotechniker Steffen Bräunlich und seinem Team zu genießen – nach diversen Unwetterwarnungen bei bestem Wetter.

Synchron zu eingespielten Klängen von Walt Disney umstrahlten sternförmige Funkenkreise rotglitzernde Herzen, die sich weiter oben am Firmament wiederum zu großen strahlenden Herzen formierten.

Aus riesigen Wunderkerzen explodierten immer neue Sterne, Funkenpfeile schossen scheinbar gleichzeitig von oben nach unten und diagonal über den in Pastellfarben getauchten Himmel und webten ein bezauberndes weiches Netz. „Wie Weihnachten“ kommentierten einige Besucher das ergreifende Höhenfeuerwerk mit vielen überraschenden Momenten, andere wünschten sich augenzwinkernd ein „Frohes Neues Jahr“. Als nach rasend schnell vergangenen 25 Minuten das in tagelanger Vorbereitungsarbeit kreierte emotionale Höhenfeuerwerk erloschen war, herrschte einen Moment lang fast andächtige Stille.

Telefon stand nicht still

Kein Zweifel, auch die weitere Anreise aus Krefeld, Mönchengladbach, Aachen oder Belgien hatte sich gelohnt. Vier Stunden Planung waren laut Bräunlich für eine Showminute Feuerwerk notwendig. „Eine tolle Werbung für unsere Region“, freute sich Schirmherr Wolfgang Spelthahn und dankte der veranstaltenden Firma „Eventsession“ aus Göppingen. Park-Geschäftsführer Hajo Bülles betonte, das Telefon habe „nicht stillgestanden“, nachdem das Feuerspektakel, eines der Highlights im Brückenkopfpark, im vergangenen Jahr ausgefallen war.

Zur Einstimmung in das Himmelsspektakel hatte Feuerartist Daniel im Vorfeld die „Welt der brennenden schnellen Elemente“ präsentiert. In seiner rund 15 Minuten langen Show fügte sich eine Vielfalt von Farben und Formen in die Kunst seiner Feuerjonglage ein. In der letzten Passage setzte ein begleitendes Höhenfeuerwerk viel beklatsche Akzente.

Bei einbrechender Dunkelheit trugen viele Kinder Leuchtbänder oder hielten Leuchtstäbe in Händen, die anscheinend reißenden Absatz fanden. Zuvor verblüffte Bike-Entertainer Max Schrom mit seiner Show. Im Wettkampf mit den freiwilligen Jugendlichen Moritz und Vincent wetteiferte er zunächst vor großem Publikum im Hochsprung auf feuchtem Rasen auf seinem handelsüblichen Rennrad und siegte knapp mit einer Höhe von 1,10 Meter.

Auf seinem ultraleichten, eigens auf ihn zugeschnitten Trialbike ohne Sattel zeigte er im Anschluss eine Stuntshow auf Palettenstapeln bis 1,30 Meter. Präzisionsarbeit leistete er, indem er aus dem Sprung mit seinem Hinterreifen eine Dose Energydrink gezielt plättete und dann vorsichtig sein Bike über seine am Boden liegende Schwester Mona manövrierte.

Mit einem Aufsehen erregenden Radweitsprung bis zu einer Entfernung von 2,90 Meter beschloss er seine Vorführung und endete reichlich Applaus. Viel Aufsehen erregte auch die Falknerei „Bergisch Land“, die jeweils einen Weißkopfseeadler, amerikanischen Wüstenbussard, Malaienkauz, Schwarzmilan und europäischen Uhu vorführte.

Gerne nahm der ein oder andere Besucher den fünf Kilogramm schweren Weißkopfseeadler auf die behandschuhte Hand und ließ sich fotografieren. Höhepunkt war der Freiflug des unter Artenschutz stehenden und in Monogamie lebenden Adlers, der mit ausgebreiteten Schwingen seine großen Fänge ausbreitete und in die Luft geworfene „Leckerlies“ schnappte.

Kleinere Raubvögel blieben im Flug an der Leine. Livemusik unter der beleuchteten Zeltmuschel und eine Samba-Tanzshow zu pulsierender Trommelmusik komplettierten das kontrastreiche Programm.

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