Jülich - „Sternenzauber“ begeistert mit 700 Feuerwerksbomben

„Sternenzauber“ begeistert mit 700 Feuerwerksbomben

Von: ptj
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Das Werk von Pyrotechniker Steffen Bräunlich: 15 Minuten lang verwandelte er den Himmel über dem Brückenkopf-Park in ein Farbenspiel. Foto: Jagodzinska
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Das feurige Vorspiel mit Propangasflammen zu eingespielter Musik stimmte die Besucher auf den Sternenzauber ein.

Jülich. Magie und Mystik schwebten beim zweiten internationalen musiksynchronen „Sternenzauber“ über dem Stadtgarten im Brückenkopf-Park. Blitzschnelle Funkenpfeile in Rot-, Violett- oder Grünnuancen schossen diagonal über den in Pastellfarben getauchten Himmel und webten ein bezauberndes illusorisches Netz, aus dem wiederum neue Funkensträuße entsprangen.

Drei japanische Sonnen folgten auf einen Wasserfall aus Silberregen. Fantastische Sternen- und Funkengewölbe öffneten sich sukzessive über den zahlreichen Zuschauern. Der genau 17 Minuten andauernde Sternenzauber ergoss sich völlig synchron zur Filmmusik der Fantasy-Trilogie „Hobbit“ und „Engel und Dämonen“. Das Finale bestand aus einem eher klassischen massiven Goldregen zur epischen Musik „Protective of Earth“. Die Bewunderung verheißenden Ausrufe der Besucher gipfelten im Aufschrei „Geil!“. Pyrotechniker Steffen Bräunlich und sein Team verpulverten 700 Großkaliber-Feuerwerksbomben, pro Bombe entsteht ein Bilddurchmesser von etwa 70 bis 80 Metern.

„Einmal im Jahr muss es krachen im Brückenkopf-Park“, betonte Park-Geschäftsführer Hajo Bülles und bezeugte großen Respekt vor dem Zauber mit synchroner Musik, wo „alles passen muss“. Gab es Schwierigkeiten bei der Vorbereitung wegen der Wetterverhältnisse? „Nein, wir haben Pavillons, damit das Wetter uns nichts anhaben kann. Die Kugeln, gefüllt mit einer bestimmten Effektmasse, schießen wir durch spezielle Rohre 150 Meter hoch in den Himmel“, erklärte Bräunlich. Als Vorspiel zum Hauptspektakel dienten Flammenwerfer aus je 11,5 Kilogramm schweren Propangasflaschen, die im Takt zur eingespielten Musik, etwa zum „Tanz der Moleküle“, drei bis vier Meter in die Höhe gestoßen wurden. Zufällig ging außerdem unmittelbar vor dem Sternenzauber ein privates Feuerwerk einer Hochzeitsgesellschaft im Glashaus in die Luft.

Die zahlreichen Besucher, wenn auch nicht so viele wie bei der Premiere im Vorjahr, hatten sich mit Stühlen, Decken, manche sogar unter kleinen Zeltdächern auf den Dämmen niedergelassen. Als Sitzgelegenheit wurden auch gerne etliche auf dem Parkambiente verteilte Palettenstapel genutzt. Als Sicherheitskräfte waren rund 20 Security-Personen und eine Feuerwehrabordnung im Dienst.

Neben drei Musikgruppen auf der Bühne unter der Konzertmuschel faszinierte die japanische Trommelgruppe „Wadaiko Rosenstrauch“ mit Rhythmus, Bewegung und Energie. Für kraftvolle Ästhetik sorgte die erfolgreiche Fahnenschwenkergruppe Bissen, mit denen Hajo Bülles bereits 1981 Landesmeister wurde. Passend zur zauberhaften Stimmung trugen viele Besucher Leuchtbänder oder schwenkten „Leuchtpois“. Beim Herumwirbeln der Kugeln am Band erschienen die Farben Rot, Grün und Blau optisch voneinander getrennt.

Kurzzeitig wurde unter der Konzertmuschel eine „reizende Fundsache“ bekannt gegeben. Ein kleiner, barfüßiger Junge war wohl seiner Familie abhanden gekommen und verlangte nach seiner Mama, wurde aber nur wenig später offenbar von seinem Papa abgeholt. Das reizvolle Event hätte schöneres Wetter und weniger Konkurrenzveranstaltungen verdient gehabt.

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