Stele erinnert an Josef Schmitz

Von: hfs.
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Eine Stele erinnert an Josef S
Eine Stele erinnert an Josef Schmitz; FH-Rektor Markus Baumann, MdL Josef Wirtz, Wolfgang Gunia, Angelika Merschenz-Quack und Dietmar Nietan (MdB) mit Schmitz-Tochter Margret und deren Ehemann Max Krauthausen. Foto: hfs.

Jülich. Er war Besitzer von Gut Wilhelmshöhe, mit Leib und Seele Landwirt. Aber auch wissbegierig, allem Neuen aufgeschlossen, ein Freund neuer Technologien und ein Förderer des Fachhochschulcampus Jülich: Josef Schmitz, 2006 im Alter von 80 Jahren auf seinem Gutshof verstorben.

Was ihm der FH-Standort Jülich zu verdanken hat, daran wurde in einer kleinen Feierstunde im Gerling-Pavillion auf dem Fachhochschulgelände erinnert.

Auf jenem Grund und Boden, den viele Jahre zuvor der Landwirt Schmitz beackert hatte und der in den Blickpunkt des damaligen Hochschulrektors Prof. Hermann-Josef Buchkremer geraten war.

Gespräche in der Küche

„Denn im Jahre 1990 gab es die ersten Gespräche über den Fortbestand des Jülicher Fachhochschulstandortes”, erinnerte Wolfgang Gunia als stellvertretender Bürgermeister. Zur gleichen Zeit musste der Bau-und Liegenschaftsbetrieb Aachen entscheiden, ob das alte FH-Gebäude für viel Geld saniert oder aber neu gebaut werden sollte. „Es musste eine Lösung gefunden werden”, meinte der jetzige Rektor Prof. Markus Baumann und brachte seinen Vor-Vorgänger Prof. Herman-Josef Buchkremer ins Spiel.

Denn der hatte zu diesem Zeitpunkt, so erzählte Baumann nun, schon viele Stunden in der Küche von Gut Wilhelmshöhe verbracht, hatte mit Josef Schmitz diskutiert, philosophiert und Visionen entwickelt. So war Schmitz schließlich bereit, seine Äcker an die Stadt Jülich zu verkaufen. „Glauben sie mir, ein Bauer trennt sich nur ungern von seinem Land.

Dass Josef Schmitz diesen Schritt getan hat, bezeugt, dass er wirklich ein Förderer und Gönner des Campus war”, meinte Josef Wirtz (MdL). So stand denn einem kompletten FH-Neubau nichts mehr im Wege, rund 240.000 Quadratmeter Land gingen in den Besitz der Stadt über. Als sich dann herausstellte, das weiteres Land gebraucht wurde, war es wiederum Schmitz, der zustimmte.

Und ausgerechnet in seinem Sterbejahr geriet der Neubau ins Wanken, die Finanzierung von ursprünglich rund 57 Millionen Euro war nicht mehr zu halten. Man brauchte 87 Millionen Euro, damit endlich nach über zehnjähriger Planung der Spatenstich erfolgen konnte. „Erneut kam dann ein Landwirt ins Spiel”, sagte Prof. Angelika Merschenz-Quack als Campus-Sprecherin, als sie die Gäste begrüßt hatte. Dieser Landwirt war Josef Wirtz, als Abgeordneter setzte er sich unermüdlich in Düsseldorf für den FH-Neubau in Jülich ein. Die Finanzierung gelang, 2007 war Baubeginn.

„Viele bezeichnen sich als Väter oder Mütter des Campus. Aber der eigentlich Gründervater ist Josef Schmitz”, betonte Rektor Baumann. Ihm zu Ehren wurde vor dem Auditorium eine Stele eingeweiht, im Beisein von Tochter Margret und Ehemann Max Krauthausen und weiteren Familienangehörigen. Zuvor hatte auch Gunia im Namen von Rat und Verwaltung Dank gesagt. „Denn dieser Landverkauf war vielleicht von existenzieller Bedeutung für unseren Standort.”

Was von Klaus W. Heine vom Bau-und Liegenschaftsbetrieb Aachen nicht gerade so gedeutet wurde. „Aber Josef Schmitz hat dafür gesorgt, dass uns eine sehr aufwändige, teure und vielleicht auch unmögliche Sanierung von Teilen des alten FH-Gebäudes erspart worden ist. Deshalb sind auch wir ihm zu großem Dank verpflichtet.”
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