Steinkauz profitiert von Netto

Von: gep
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Siersdorf. Wenn der Netto-Supermarkt in Siersdorf im kommenden Frühjahr öffnet, wird auch der Steinkauz ein Nutznießer sein. Denn aufgrund der großräumigen Flächenversiegelung an der Mühlenstraße wird, so sieht es der Bebauungsplan vor, als ökologische Ausgleichsmaßnahme in Richtung Bettendorf eine artenarme Wiese im Besitz der Gemeinde Aldenhoven „zu einer ortsrandtypischen Streuobstwiese entwickelt”.

Dazu werden Obstgehölze angepflanzt. „Die Maßnahme dient auch der Förderung des Brut- und Nahrungshabitats des in der Nähe vorkommenden Steinkauzes”, heißt es im Entwurf des Bebauungsplanes und Flächennutzungsplans, über den der Bauverwaltungsausschuss am Donnerstagabend beraten wird. Daher wird auch eine Niströhre angebraucht. Diese Ausgleichsmaßnahme erfolgt „auf Kosten des Bauherrn/Eigentümer des Eingriffsgrundstücks, spätestens innerhalb eines jahres nach Baubeginn”.

Auch an der Mühlenstraße selbst werden Ausgleichsmaßnahmen vorgeschrieben. So sind der dort vorhandene Wall und eine angrenzende mit Gehölzen bewachsende Fläche zu erhalten, die Bepflanzung ist „durch heimische und standortgerechte Sträucher zu ergänzen”. Auch die restlichen Freiflächen müssen begrünt werden. Auf dem Parkpläätzen - geplant sind 65 Stellplätze - sind Laubbäume zu pflanzen.

Dass sich auf dem dortigen Areal eine Abgrabung befand, in der Lehm und Kiessand gewonnen wurden, und die dann „mit nicht näher bekannten Materialien verfüllt” wurde, verursacht offenbar keine größeren Sorgen. Denn Hausmüll und dergleichen seien dort nicht deponiert worden, heißt es unter Berufung auf eine Baugrunderkundung durch eine Ingenieurgesellschaft. Daher seien Umweltbeeintrachtigungen wohl auszuschließen.

Der Supermarkt soll im Mai eröffnet werden. Ursprünglich hatte der Investor, die Unternehmensgruppe Gaschler, Hergartz/Allgäu, gehofft, pünktlich zum Weihnachtsgeschäft die Immobilie an den Pächter Netto, eine Edekal-Tochter, übergeben zu können.

Doch es gab Verzögerungen beim Bauplanungsverfahren. da Gutachten und Genehmigungen später als geplant vorlagen.

Geplant ist ein kleinflächiger Discounter-Markt, der einschließlich eines Backshops rund 1200 Quadratmeter Fläche umfasst. Befriedigt werde damit, so die Planer, der Bedarf an einem zeitgemäßen Lebensmittelmarkt im gemeindlichen Unterzentrum Siersdorf mit rund 2750 Einwohnern.

Auf Grund seiner Lage des Marktes dürften auch Dürboslar (700 Einwohner), Schleiden (870) und Freialdenhoven (knapp 1000) Nutznießer sein, heißt es.
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