Stehende Ovationen bei der „Matinee zur Marktzeit“

Von: ptj
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Die Coloratur-Sopranistin und der Bassist: Die Eheleute Christine und Achim Hoffmann bereichern mit dem Jülicher Organisten Christof Rück die beliebte Samstags-Reihe „Matinee zur Markzeit“. Foto: Jagodzinska

Jülich. Mit einer Auswahl marianischer Stücke bereicherten die Eheleute Christine und Achim Hoffmann mit dem Jülicher Organisten Christof Rück die musikalisch bunt gemischte Reihe „Matinee zur Marktzeit“ in der Propsteikirche.

Christine Hoffmann wurde unter anderem zu Opern-Engagements an die Theater in Solingen und Remscheid berufen. Achim Hoffmann ist bei zahlreichen Konzerten und Opernproduktionen zu erleben, unter anderem als Papageno in Mozarts Zauberflöte oder als Graf Almaviva in Figaros Hochzeit.

Zwei Versionen

Das in beeindruckender stimmlicher Leistung zu Gehör gebrachte Konzert wurde eingerahmt von jeweils zwei Versionen des „Ave Maria“ und der marianischen Antiphon „Salve Regina“, die zum Kirchenlied wurde. Im Duett trugen die Coloratur-Sopranistin und der Bassist eingangs das gregorianische „Ave Maria“ vor. Als vorletztes Stück ließ Christine Hoffmann die wunderschöne Version von Bach/Gounod, eines der bekanntesten Stücke der klassischen Musik, in ihrer ganzen Schönheit erklingen.

Das „Salve Regina“ mit seinem fast mystischem Ausklang von Josef Gabriel Rheinberger stand am Anfang, das gleichnamige Stück in seiner einstimmig-liturgischen Fassung, wie sie auch im Gotteslob zu finden ist, am Ende der „Matinee“. Weil das Publikum bei letzterer Version zum Mitsingen eingeladen war, stimmte das Duo das Kirchenlied in etwas tieferer Tonlage an.

Das gesamte Mittelfeld des Konzertprogramms nahm das zehnteilige „Magnificat“ (Lobgesang Mariens) ein, als Wechselwerk aus Sopran- und Bassarien von Johann Sebastian Bach und der bekannten gesungenen Psalme der Antiphon vorgetragen, die, auf dem Liedzettel fettgedruckt, gerne vom Publikum mitgesungen werden durften. Als Einlagesatz wurde die Marienmotette „Virga Jesse“ zwischen die Verse 9 und 10 geschoben. Alle Verse waren in Latein gehalten, zwei der fünf Arien wurden in Deutsch zu Gehör gebracht, die Bach-Kantate „Gewaltige stößt Gott vom Stuhl“ und der Bach-Choral „Sei Lob und Preis mit Ehren“.

Andächtig lauschten die Zuhörer in der Propsteikirche dem erstklassigen Vortrag auf der Orgelbühne, der keiner Moderation bedurfte. Wenige Stimmen aus der Zuhörerschaft unterstützten die Mitsing-Passagen.

Am Ende des Konzerts drehten sich die Kirchenbesucher in Richtung Orgelempore um und feierten das Trio mit stehenden Ovationen.

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