Statue aus Stein in den politischen Mühlen

Von: ahw
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Aldenhoven. Als gewichtiges Politikum entpuppte sich in der jüngsten Gemeinderatssitzung das 1,5 Tonnen schwere Denkmal, das an den SV Viktoria Pattern 07 erinnert, der jüngst nach seiner Fusion in die Spielvereinigung Aldenhoven/Pattern 09 aufgegangen ist.

Um an den über 100 Jahre alten Fußballverein dauerhaft zu erinnern und für dessen ehrenamtliche Arbeit zu danken, hatte der Viktoria-Vorstand mit der Hilfe von Sponsoren das steinerne Abbild eines Vaters mit seinem Sohn beauftragt, der einen Fußball in beiden Händen hält.

Standbild und Sockel aus schwarzem Granit sollten auf Wunsch des Vereins an der Niedermerzer Straße Ecke Am alten Bahnhof aufgestellt werden, die als „Viktoria-Platz” ausgewiesen werden sollte. Die Herrichtung der Grünfläche wollte der Verein übernehmen.

„Tolle Idee”, lobte CDU-Sprecher Reinhard Paffen, der sich indes wunderte, dass nicht der Verein den Antrag stellte, sondern Ratsherr Herbert Jansen (SPD), Ortsbürgermeister von Neu-Pattern. „Das war unklug.” Zudem regte Paffen an, die Statue am Vereinsheim aufzustellen, „denn da gehört sei hin”. Ein anderer Standort löse Probleme aus.

Während SPD-Fraktionschef Udo Wassenhoven den Standort-Wunsch im Herzen Neu-Patterns verteidigte („damit es gesehen wird”) und Dieter Froning (FWG) die Historie anerkannte, die hier dokumentiert werden solle, wollte Peter Schlebusch (UsA) schon den Fahrenden Ausschuss bemühen für „eine gute Sache, die die Gemeinde nichts kostet”.

Es wurden auch andere Stimmen laut. Gefrozzelt wurde über Ähnlichkeiten der in Stein gehauenen Personen, während Alt-Bürgermeister Hans Schröder (fraktionslos) sich einen Seitenhieb auf Jansen nicht verkneifen mochte, der ein „Freund des Personenkultes” sei und seine alten Wurzeln zementieren wolle. Brigitte Rüffer-Schleif (UsA) fand es sogar „schlimm, dass ein Neuanfang so gestört wird”.

„Wir können dort nicht einfach ein Schild aufstellen”, funktioniert auch die Platz-Benennung nach Worten von Bürgermeister Lothar Tertel nicht ohne weiteres. Auch die zugehörigen Katasterpläne müssten dann geändert werden. Bei der Abstimmung fiel der gewünschte Standort mit 14:13-Stimmen durch. Mehrheitlich wurde empfohlen, das Denkmal am Sportplatz aufzustellen.
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