Start der Freibadsaison: Blauer Himmel, aber nur 15 Grad

Von: ptj
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Beherzt springt der 16-jährige Pit Gardeick in der Badehose kopfüber ins 15 Grad kalte Nass. Andere Badegäste schwimmen vorerst lieber noch im wärmenden Neoprenanzug. Foto: Jagodzinska

Jülich. „Wer hätte das gedacht, dass bei diesem Wetter so viele Leute kommen?“, zeigten sich Schwimmmeister Frank Dregger und Arnd Richter angenehm überrascht. Über den Tag verteilt zählte das Jülicher Freibad rund 30 Gäste bei seiner Eröffnung im Wonnemonat Mai – allerdings bei 15 Grad kaltem Wasser und einer Außentemperatur zwischen 14 und 17 Grad.

Zwei Drittel der Schwimmer, darunter einige Kinder, verzichteten sogar auf den isolierenden Neoprenanzug und warfen sich in Badehose oder Badeanzug in kalte Nass. „Puh, ist das kalt“, schnauften und zitterten sie anfangs, bekamen nach einigen Bahnen aber doch Spaß an der Sache.

Während in kalten Sommern im Jülicher Freibad durchweg mehr weibliche als männliche Gäste lange Bahnen ziehen, überwog diesmal der männliche Anteil. Held des Tages war zweifelsohne der 16-jährige Pit Gardeick, der „so richtig Spaß“ hatte und ohne Neoprenhaut 25 Bahnen à 50 Meter am Stück zurücklegte, also 1250 Meter insgesamt. Sein Vater in Trainerfunktion stand hingegen in Straßenkleidung am Beckenrand.

Die Zufriedenheit der Gäste war dem Personal besonders wichtig: „Wie kann ich Ihnen helfen?“, erkundigte sich Dregger, als morgens Gäste telefonisch die Wassertemperatur erfragten. „Ist das Wasser in der Dusche heiß genug oder soll ich die Temperatur höher stellen?“ wurde der auf die Dusche zusteuernde Gast nach dem Schwimmen gefragt.

Auch Andreas Kayser, Bäderbeauftragter der Stadtwerke Jülich, schaute persönlich vorbei. Einige Spaziergänger machten an der Pforte halt, um mit dem freundlichen Personal ein Schwätzchen zu halten und ein Lob auf das „schönste Schwimmbad, das ich kenne“ auszusprechen.

Für einen Sprung ins Wasser war es ihnen jedoch zu kalt. Eine Heizung müsste eben her, schimpfte ein älterer Herr, der seinen Namen allerdings nicht nennen wollte. Eine Schande sei das, von städtischer Seite her die Pflege der anliegenden Fußballplätze der Nachrüstung des Bades vorzuziehen. Wer sich ebenfalls für eine Wohlfühl-Wassertemperatur stark machen will: Die Spendenaktion steigt am Montag, 5. Mai, am Kiosk im Freibad.

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