Jülich - Stammhaus Jülich feiert Rock für Inklusion im KuBa

Stammhaus Jülich feiert Rock für Inklusion im KuBa

Von: Daniela Driefert
Letzte Aktualisierung:
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Rock für Inklusion: Die „Rolling Bones“ spielen mit 20 Musikern auf der Bühne im KuBa.

Jülich. Rock im KuBa. Auf der Bühne stehen die „Rolling Bones“. Die ist fast zu klein für die 20 Musiker und zwei Betreuer. Rock für Inklusion heißt die Veranstaltung, die schon in siebter Auflage in Folge im Kulturbahnhof (KuBa) Jülich stattfindet. Ideengeber ist das Stammhaus Jülich.

„Seit 2010 spielen wir im KuBa „Rock für Inklusion“ mit wechselnden inklusiven Gastbands“, sagt Betreuerin Melanie Stalder-Bickschäfer. Inklusion, das bedeutet Teilhabe, Chancengleichheit, Selbstbestimmung, Barrierefreiheit und Gleichberechtigung. Die Musik bietet den Rahmen für die Umsetzung am Abend.

Das Bild von Rollstühlen und Rollatoren ist keine Besonderheit, sondern Selbstverständlichkeit.

Die „Rolling Bones“, Bewohner des Vinzenz Heims, stammen aus Aachen. Sie haben sich 1988 gegründet und proben einmal wöchentlich. Der erste Song „Freude schöner Götterfunken“ ertönt in einer Rockversion.

Der nächste Song ist eine Eigenkomposition mit dem Titel „Sei bereit“. Das Repertoire der „Rolling Bones“ ist somit breit gefächert. Es folgen „Ich bin von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt“, und ein weiterer Klassiker „Ich brech‘ die Herzen der stolzesten Frauen“ von Heinz Rühmann.

Vor zehn Jahren gegründet

Die Jülicher Stammhaus-Band „Authentics“ startet mit dem Song „Mein Ding“ von Udo Lindenberg. Der Titel des Eröffnungsliedes ist gleichzeitig Programm, denn er entspricht der Lebensphilosophie der fünf Musiker. Die inklusive Band gründete sich vor zehn Jahren und covert deutsche Rock- und Popsongs von den Sportfreunden Stiller, Mark Foster, Max Giesinger und den Ärzten.

Die Band besteht aus drei Menschen mit Behinderung, zwei Betreuern und zwei Roadies, die beim Auf- und Abbauen helfen. Geprobt wird gemeinsam und im Einzelunterricht. „Thomas Bachtenkirch, unser Sänger, hat ein phänomenales Gedächtnis“, sagt Stalder-Bickschläfer, „der hat Melodie und Text sofort drauf. Wir Betreuer brauchen da etwas länger“.

Das Konzert ist sehr gut besucht, die Stimmung bestens. Die Fans feiern beide Bands an diesem Abend.

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