Jülich - Stammhaus: Appartments für betreutes Wohnen sollen entstehen

Stammhaus: Appartments für betreutes Wohnen sollen entstehen

Von: bw
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Die Gruppe „The Authentics”
Die Gruppe „The Authentics” konnte das Publikum beim Sommerfest im Jülicher Stammhaus mit deutschen Songs begeistern.

Jülich. Das Stammhaus Jülich hat sein Sommerfest mit zahlreichen Gästen bei bestem Wetter feiern können. „Wir freuen uns, dass die Zusammenarbeit mit den Eltern unserer Bewohner so gut funktioniert und wir mit viel ehrenamtlichem Engagement unsere Feste vorbereiten können”, berichtet Stammhaus-Leiterin Ingrid Brieden.

Aufgrund der Jubiläumsfeierlichkeiten im Frühjahr wurde das aktuelle Sommerfest in etwas kleinerem Rahmen als üblich veranstaltet. Die Besucher hatten neben einer großen Auswahl an Speisen und Getränken die Möglichkeit, ein Konzert der hauseigenen Band „The Authentics” zu hören.

Diesmal hatte die Gruppe unter der Leitung von Sebastian Fries ausschließlich deutsche Songs im Gepäck. Das Repertoire reichte von Westerhagens „Sexy” über die Ich &Ich-Songs „Pflaster” und „Vom selben Stern” bis zum Hit von Jupiter Jones „Still”. Sänger Thomas Bachtenkirch präsentierte mit seinen Bandkollegen die bekanten Songs in einem völlig neuen Klanggewand und wurde vom Publikum mit viel Applaus bedacht.

Für alle Besucher bestand außerdem die Möglichkeit, die Einrichtung und die Wohnräume zu besichtigen. Demnächst sollen durch Umbaumaßnahmen vier Apartments für betreutes Wohnen neu geschaffen werden. Derzeit werden im Jülicher Stammhaus 18 Bewohner von 25 Mitarbeitern rund um die Uhr betreut, wobei die Förderung einer weitgehenden Selbstständigkeit im Alltagsleben im Vordergrund steht.

Derzeit liegt der Altersschnitt der Bewohner zwischen 19 und 35 Jahren. Als Vorbild für die Jülicher Einrichtung gilt das Stammhaus in Köln, das bereits seit vielen Jahren erfolgreich mit Menschen mit Behinderung arbeitet.

Die Eltern der Bewohner des Jülicher Hauses kannten sich alle schon länger und hatten gemeinsam eine Initiative zur Schaffung eines modernen Wohnheims gestartet. Mittlerweile ist das Stammhaus zu einer festen Institution im Kreis Düren geworden und es liegen mehr Anmeldungen auf einen Wohnplatz vor, als derzeit vergeben werden können.

Besonders groß geschrieben wird neben dem Motto „Hilfe zur Selbsthilfe” die Gemeinschaft der offenen Türen. Es ist für Besucher jederzeit möglich, das Haus zu betreten. Auch die verschiedenen Wohngemeinschaften halten untereinander einen regen Kontakt. So sollen keine Berührungsängste untereinander und gegenüber fremden Menschen entstehen.

Jessica Kos macht derzeit ein einjähriges Praktikum im Stammhaus und ihr fiel sofort das gute Verhältnis zwischen Bewohnern, Betreuern, Eltern und Angehörigen auf. „Ich wurde hier sofort gut aufgenommen und die Bewohner teilen einem auch direkt ihre Ideen und Wünsche mit. Hier von Anfang an ein tolles, familiäres Verhältnis entstanden”, berichtet sie.

So gerüstet wird das Stammhaus Jülich auch in Zukunft ein Ort der Begegnung zwischen Menschen mit und ohne Handicap bleiben.
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