Stadtwerke Jülich bilden ihre neuen Azubis selbst aus

Von: ptj
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Das Quartett von den Jülicher Stadtwerken: Auszubildender Rai Pali (v.l.), Pressesprecherin Sigrid Baum, Schwimmmeister Heiko Weylo und Auszubildende Yasmin Badis. Foto: Jagodzinska
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Breit gefächerte neue Berufssparte: Die angehenden „Fachangestellten für Bäderbetriebe“, Yasmin Badis und Rai Pali im Einsatz. Foto: Jagodzinska

Jülich. Yasmin Badis und Rai Pali, beide 20, sind freundlich, offen und aufgeschlossen. Ferner sind sie sportlich, interessiert an technischen Zusammenhängen und unter anderem bereit, auch an Wochenenden und Feiertagen zu arbeiten.

Gute Voraussetzungen für die dreijährige duale Ausbildung zum „Fachangestellten für Bäderbetriebe“, die sie gerade bei den Jülicher Stadtwerken begonnen haben. Das ist laut Yasmin Badis „ein neuer und vielseitiger Beruf“, bei dem die Animation und Betreuung der Badegäste im Vordergrund steht.

So animiert der ausgebildete Fachangestellte in seinem Allround-Job etwa Senioren beim morgendlichen Aquajogging-Kurs im Hallenbad, trainiert nachmittags mit einer Gruppe Kinder für ihr Seepferdchen oder nimmt Prüfungen für Schwimmabzeichen ab. Doch auch technisch und naturwissenschaftlich muss der Angestellte auf der Höhe sein.

Er kontrolliert regelmäßig Wasseraufbereitungsanlagen, spült Filter aus, erneuert Dichtungen oder überprüft den pH-Wert und den Chlorgehalt, um die Badequalität des Wassers sicherzustellen. Ferner hält er die Wassertemperatur im Auge, reinigt Becken und sanitäre Anlagen und gewährleistet nicht zuletzt die Sicherheit im Schwimmbecken. Dazu wird er zum Rettungsschwimmer ausgebildet, denn er muss im Notfall ins Wasser springen und Rettungsmaßnahmen durchführen.

Um das zu vermeiden, behält er stets Becken, Sprungturm und Rutschanlagen im Blick. Im Freibad wird zudem die Außenanlage gepflegt. Hecken müssen geschnitten, das Gras gemäht, die Mülltonnen geleert werden. In der Verwaltung werden Dienstpläne ausgearbeitet, Kassenabrechnungen erstellt, Buchungen durchgeführt und E-mails geschrieben, etwa im Kontakt mit Schulen, die Schwimmstunden im Bad buchen. Für die Erlangung dieser betriebswirtschaftlichen, chemischen und handwerklichen Kenntnisse sorgen die berufsschulische und die betriebliche Ausbildung, in unserem Fall der Ausbildungsbetrieb Stadtwerke.

Interessant und abwechslungsreich

Wie kamen Yasmin und Rai in Kontakt mit dem Ausbildungsangebot? Die junge Frau „wollte eigentlich Fitnesskauffrau werden“, bis ihr Sozialarbeiter ihr die Ausbildungsannonce zeigte. Sie findet den Beruf „interessant und abwechslungsreich“. Rai erhielt im Rahmen einer arbeitsschaffenden Maßnahme mehrere berufliche Empfehlungen.

Seine Wahl fiel auf den Fachangestellten für Bäderbetriebe, weil er dort „viel mit Menschen arbeitet und der Beruf mit Sport zu tun hat“. Bei der Antwort auf die Frage, was ihnen bislang am besten gefällt und wovor sie Respekt haben, waren sich beide einig: „Wir betreuen am liebsten Badegäste und uns macht es sehr viel Spaß, mit der Technik zu arbeiten. Respekt haben wir vor der Chlorgasanlage“, die zur Desinfektion vonnöten ist. „Der gesunde Respekt davor darf auch nicht verloren gehen“, bestätigte Schwimmmeister Heike Weylo die Aussage und ging sogleich genauer auf die Berufsbezeichnungen ein.

Der „Fachangestellte für Bäderbetriebe“ ist die rechte Hand des Schwimmmeisters und nannte sich bislang „Schwimmmeistergehilfe“. Der Schwimmmeister hingegen hat zusätzlich eine „Meisterschule“ absolviert. Seine korrekte Berufsbezeichnung lautet „Meister für Bäderbetriebe“. Häufig wird er indes fälschlicherweise mit „Bademeister“ angesprochen, der jedoch für medizinische Bäder und Anwendungen zuständig ist.

Yasmin und Rai sind die ersten Auszubildenden zum „Fachangestellten für Bäderbetriebe“ der Stadtwerke Jülich. „Wir bilden jetzt unseren eigenen Nachwuchs aus, und zwar optimal für beide Betriebe. Das ist das, was wir wollten“, betonte Sigrid Baum, Pressesprecherin der Stadtwerke.

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