Stadtteilbüro Nordviertel: Diskretion auf dem Wunschzettel

Von: ptj
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Bernhard Schüller (r.) berät
Bernhard Schüller (r.) berät Schwerbehinderte jetzt auch im neuen Stadtteilbüro Nordviertel und freut sich über das vom Kreistagsabgeordneten Helmut Hoen gesponserte Kopier- und Faxgerät. Foto: Jagodzinska

Jülich. „Mir war es wichtig, Herrn Schüller zu bekommen”. Dies sagt Peter Rücker, Sozialarbeiter der Herzogstadt, der nach eigenem Bekunden am Projekt „Stadtteilbüro im Jülicher Nordviertel” schon seit 2006 mitarbeitet.

„Alles, was Beratung betrifft”, wird im neu eröffneten Stadtteilbüro angeboten, das sich das Amt für Kinder, Jugend und Sozialplanung der Stadt Jülich mit dem Sozialdienst katholischer Frauen teilt. Seit dem 13. Oktober zählt ein bis zweimal monatlich nach einem festen Zeitplan auch die Schwerbehindertenberatung von Bernhard Schüller dazu.

Der Christdemokrat berät schon seit Jahren in der CDU-Geschäftsstelle in der Wilhelmsstraße. Der Bedarf steigerte sich von 318 Beratungen im Jahr 2010 auf stolze 530 im vergangenen Jahr. Schüller bedankte sich für die große Zahl der Beratungssuchenden und für das neue kombinierte Kopier- und Faxgerät einer bekannten Marke, das CDU-Kreistagsabgeordneter Helmuth Hoen dem Stadtteilbüro spendierte.

„Die Leute finden das hier ganz gut”, gibt Rücker einen Überblick über Angebot und Nachfrage in der Beratungsstelle. Neben der Schwerbehindertenberatung bietet der Seniorenbeirat im Stadtteilbüro Nordviertel 14-tägig eine offene Sprechstunde an, um Wünschen und Interessen älterer Menschen in Jülich gerecht zu werden. Dort ist auch derjenige an der richtigen Adresse, der den ehrenamtlichen Reparaturdienst „Senioren helfen Senioren” in Anspruch nehmen oder etwa Möglichkeiten zum Skat spielen, Kegeln oder Darten sucht.

Der Sozialarbeiter, der täglich von 15 bis 19 Uhr vor Ort ist, hat besonders das Wohl der vielen Senioren und Kinder im Nordviertel im Blick. Für die ältere Generation kümmert er sich um Einkaufshilfen, ein Beratungs- und Freizeitangebot. Bei Kindern und Jugendlichen geht es hauptsächlich um die Freizeitaktivitäten, die im Norviertel einfach zu rar gesät sind. Auf der Suche nach Möglichkeiten, „den Ansprüchen Jugendlicher Genüge zu tun”, ist bereits ein „Stadtteilfest” angedacht, gleichermaßen für Deutsche und Immigranten.

Überhaupt sollen die „gesamten Strukturen des Nordviertels geändert werden”. Ferner wäre ein Vorraum zum Stadtteilbüro „noch ganz gut”, spricht Rücker aus, was offensichtlich ist: Während ein älteres Ehepaar im rund 85 Quadratmeter großen Raum gerade von der Schwerbehindertenberatung profitiert, warten weitere drei Personen an einem separaten Tisch im selben Raum, bis sie an der Reihe sind. Mit Leichtigkeit können sie die Beratung verfolgen, von der gebotenen Diskretion ist keine Spur vorhanden.
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