Stadtparteitag: Bei der FDP Linnich herrscht Aubruchsstimmung auf allen Ebenen

Von: Kr.
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Mit Jaques Michel Bloi aus den Niederlanden, Dr. Klaus Selter, Margret Schiffer, Katharina Kloke, Alexander Willkomm und Stefan Lenzen, MdL,(v.l.) begrüßte der Stadtverbandsvorsitzende Patrick Schunn (2.v. l.) etliche Gäste zum Stadtparteitag. Foto: Kròl

Linnich. Die kommenden Bundestagswahlen waren das bestimmende Thema beim Parteitag des FDP-Stadtverbandes Linnich. Herzlich hieß der Vorsitzende Patrick Schunn, Mitglieder und Gäste willkommen und sein besonderer Gruß galt der Kandidatin der FDP für die Bundestagswahlen, Katharina Kloke.

Sie nutzte die Gelegenheit auch der FDP Linnich für ihr Engagement beim Wahlkampf zu danken, erinnerte aber auch daran, dass man nun nicht locker lassen dürfe.

„Erst in zwei Wochen sind Wahlen“, mahnte Kloke. Optimistisch war sie, dass die Liberalen wieder in den Bundestag einziehen werden. „Neue Zeiten verlangen neues Denken“, erklärte sie und ging auf die Themen ein, die sich die FDP gesetzt hat. So will man die Digitalisierung vorantreiben und dazu ein Digitalisierungs-Ministerium einrichten. Behördengänge online tätigen, Verwaltungsprozesse digitalisieren und vor allem mehr Transparenz zwischen den Behörden soll es Bürgern und Firmen erleichtern Behördliches leichter zu regeln.

Ein weiteres Thema der FDP ist die Bildung, bei der sie mehr Gerechtigkeit forderte und um einen einheitlichen Bildungsstandard zu erhalten, die Mitsprache des Bundes. Unter den Gästen weilte auch Alexander Willkomm, Kreisvorsitzender der FDP, der kurz über die Arbeit auf Kreisebene berichtete. Dabei blickte er schon auf das Jahr 2020, wenn in NRW wieder Kommunalwahlen anstehen. Er gab die Marschrichtung vor, denn dann soll die FDP wieder im Kreistag vertreten sein.

Schulvielfalt erhalten

Im Mai in den Landtag eingezogen ist Stefan Lenzen für die FDP. Er berichtete von der Arbeit der Koalition, die so langsam Fahrt aufnimmt. So wurden Bundesmittel für die Kitas und Schulen bereits an die Kommunen weitergereicht. Es sei wichtig, betonte er, nun Ruhe und Qualität in die Schullandschaft zu bringen und einige Fehler der Rot-Grünen Regierung auszumerzen. So sollte die Schulvielfalt erhalten bleiben und jeder Schulform eine faire Chance eingeräumt werden. Er äußerte sich auch zur Flüchtlings- und Integrationspolitik. „Null Toleranz für Straftäter, aber Integrationswilligen mehr Chancen einräumen, soll es zukünftig heißen“, meinte er.

Auch Patrick Schunn berichtete von seiner Arbeit als Stadtverbandsvorsitzender und als Mitglied des Linnicher Rates. Er fand, dass zu viele Möglichkeiten für Linnich ungenutzt blieben. „Die Digitalisierung wartet nicht auf Linnich“, erklärte er. Dies sei ein entscheidender Standortfaktor, der nicht genutzt werde. Und er mahnte: „Wir dürfen die Digitalisierung nicht verschlafen.“

Weiterhin forderte er mehr Sprach- und Integrationskurse für Flüchtlinge und eine engere Zusammenarbeit zwischen Stadt, Jobcenter, Ausländerbehörde und kommunalen Integrationszentrum.

Er sah außerdem eine Gefahr darin, dass zurzeit zu wenige Wohnungen auf dem Markt seien und Linnich mehr Wohnraum für alle Einkommen benötige. Die Wirtschafts- und Stadtentwicklung müsse voran gebracht werden, und hier werde in der Stadtverwaltung ein eigner Fachbereich benötigt. „Ich glaube, wir können die besten Jahre in der Geschichte unserer Stadt vor uns haben. Aber wir müssen jetzt handeln, wenn unsere Stadt eine wachsende Stadt werden soll“, erklärte Schunn abschließend.

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