Stadtmarketingverein stellt Plan „Linnich 2030“ vor

Von: hfs.
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Geht es nach den Vorstellungen des Arbeitskreis „Linnich 2030“, dann bietet sich in einigen Jahren nach Durchfahren dieses Kreisverkehrs ein völlig neuer Blick auf die neu geschaffene Innenstadt von Linnich. Foto: hfs.

Linnich. Wie kann der innerstädtische Bereich von Linnich attraktiv gestaltet werden? Wie kann man den oft gemachten Äußerungen, in Linnich sei doch nichts los, begegnen?

Antworten und Vorschläge darauf bekamen nun die Mitglieder des Ausschusses für Stadtentwicklung und Umwelt, als der Stadtmarketingverein „Wir in Linnich“ durch einen seiner drei tätigen Arbeitskreise den Masterplan „Linnich 2030“ vorstellte.

Voll besetzt war der Linnicher Rathaussaal, als Kurt Beaujean als Vorsitzender des Stadtmarketingvereins mit Dr. Stefan Kasselmann denjenigen vorstellte, welcher der Arbeitsgruppe „Linnich 2030“ vorsteht. Gehören dem Verein bisher 122 Mitglieder an, waren es nun 20 Personen, die sich um Linnichs Zukunft Gedanken machen. Gedanken, die 75 Linnichern während eines Workshops bereits im Vorfeld formuliert hatten, die nun in der Präsentation anschaulich herausgestellt wurden.

Das geschah anhand eines zehn Punkte umfassenden Leitfadens, den Kasselmann mit „Identifizieren, Kommunizieren und Ausbauen“ umschrieb, mit der Fragestellung, wie und wo man die Stadt neu entwickeln kann. „Aus dem Blickwinkel eines Außenstehenden“, meinte er, denn im Forschungszentrum Jülich beschäftigt suchte er mit der Familie ein Baugrundstück.

Nein, nicht in Jülich, „da fehlte einiges in unseren Vorstellungen, hier in Linnich gibt es mehr Potenziale“, richtete er in erster Linie seinen Blick auf die Rur- und die Nebenstraßen. Aber auch mit dem Blick auf das Rurwehr (da könnte viel mehr draus gemacht werden), die Polizeischule (ein wahres Schmuckstück) oder aber zum Beispiel das Rurufer, das Weyergässchen, Marktplatz oder Place de Lesquin. Alles Kleinode, die eigentlich nur aus dem Dornröschenschlaf geholt werden müssten.

Beispiel Polizeischule: Jetzt ein Schandfleck an einer der schönsten Ecken in Linnich, schwebt der Planungsgruppe vor, dort einen öffentlichen Park mit dem schon vorhandenen alten und tollen Baumbestand zu errichten. Die Animation dazu ließ die Ausschussmitglieder große Augen machen, denn die noch gut erhaltenen Gebäude wurden zu einem „Generationen-Wohnpark Ruraue“, die noch vorhandenen Kantine erstrahlte als Restaurant mit Außengastronomie, die asphaltierten Wege wurden zu Inlinerstrecken, die Brücke zur Flaniermeile.

„Dieses Areal ist ein absoluter Rohdiamant“, meinte Kasselmann. Ähnliche Pläne gibt es mit dem Place de Lesquin, wo in der Animation der alte, vorhandene Baumbestand als Mittelpunkt der Vision des möglichen neuen Platzes diente. Sie enthält drei Zuwege – eine stählerne Brücke über die Rur, einen permanent zugänglichen Weg neben dem Feuerwehrhaus und einem neben der Stadthalle.

Als optischer Blickfang fungiert dann eine Treppenkaskade hinunter zum Rurwasser. Denn, wie sagte doch der Chefplaner, man müsse schon aus touristischem Blickwinkel nach Lösungen suchen, dass vorhandene Rurufer zugänglich zu machen, dem Besucher den direkten Kontakt zum Wasser zu ermöglichen.

Dazu gehöre auch ein Fußweg in unmittelbarer Nähe der Rur. Viel Planungsraum nahm die Rurstraße mitsamt der Rurbrücke ein. Die könnte nicht nur einen verkehrsberuhigten Teilbereich (Einbahnstraße?) bekommen, sondern auch von der Brücke aus in Richtung Glasmalereimuseum mit einem Fahrradweg/Fußgängerbereich ausgestattet werden.

Natürlich müssten die Parkflächen reduziert werden, entlang der Straße ein grünes Band hergestellt werden, es den Geschäften ermöglicht werden, Außengastronomie anzubieten. Und mit der dargestellten Möglichkeit, das Weyergässchen oder den Marktplatz als grüne Allee oder einem alleenartigen Platzkonzept auszustatten, zeigten die Planer dann auch direkt Möglichkeiten auf, an Geld für die Umsetzung zu gelangen.

So böten sich Bürgerspenden für bestimmte Projekte an, auch so genannte Bürgerkredite kamen zur Sprache, Möglichkeiten, wie sie, so sagte Stefan Kasselmann, in Amerika schon alltäglich sind. Dass er hofft, dass einige Ideen umgesetzt werden können, mit diesem Wunsch dankte er dem Ausschuss für die Aufmerksamkeit, der mit großem Applaus antwortete. Kurz vor der Realisierung steht aber schon die „Linnicher-Heinzelmännchen.de Seite“.

Auf der werden Beispiele aufgezeigt, wie sich Bürger kurzfristig engagieren können. Beim Saubermachen von Wegen, Instandsetzungsarbeiten an einer Bank, bei Pinselarbeiten an einem Schild oder, oder, oder. „Es gibt genug zu tun“, meint der Arbeitskreis Linnich 2030, der zur Umsetzung der Innenstadtsanierung mit einer Planungszeit von 15 Jahren rechnet.

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