Stadtmarketingverein Jülich hat viel angestoßen

Von: ptj
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Der Vorstand des Stadtmarketingvereins: (v.l.) Die Beisitzer Peter Schmitz, Thomas Bierschenk (FZJ) und Dr. Rüdiger Urban (Förderverein Festung Zitadelle), Schriftführer Christoph Helsper, Beisitzerin Katarina Esser, Vorsitzender Wolfgang Hommel, Vize-Vorsitzender Hans Laschet, Schatzmeister Guido Reichensperger und Beisitzer Franz-Josef Köhne. Foto: Jagodzinska

Jülich. Der finanziell „gut betuchte“ Stadtmarketingverein Jülich verfügt nach den Neuwahlen im Rahmen seiner Jahreshauptversammlung in den „Alt Jülicher Stuben“ wieder über ein für drei Jahre „handlungsfähiges Tableau“. So drückte sich der alte und wiedergewählte Vorsitzende Wolfgang Hommel aus.

Thematischer Schwerpunkt der Versammlung war sein ganz persönlicher „Rückblick auf 20 Jahre Stadtmarketing in Jülich“ mit dem Hauptaugenmerk auf „längere Entwicklungslinien“. Denn schon 1995 war durch den so genannten „Initiativkreis Stadtmarketing Jülich“ mit Vertretern fast aller gesellschaftlich relevanten Gruppen der absatzstrategische Prozess der Stadt Jülich eingeläutet worden.

1999 verabschiedete der Initiativkreis ein Leitbild, das sich 2013 zum „sehr viel detaillierteren“ Stadtentwicklungsprogramm „Jülich 2020“ weiterentwickelte. „Wenn wir auf die Stärken-Schwächen-Analyse aus 1995 schauen, ist das ein Revival“, betonte Hommel.

Den Unterschied zwischen Initia­tivkreis und Stadtmarketingverein sieht der Vorsitzende in den heute auch außerhalb der Stadt angesiedelten Zielgruppen. Das Wichtigste sei von Anfang an die Markenbildung gewesen. Weil „Hightech auf historischem Boden“ bereits an das Forschungszentrum vergeben war, fiel die Wahl auf „Historische Festungsstadt – moderne Forschungsstadt“. Erklärtes Ziel war, „das Potenzial weiter herauszuarbeiten“.

Das passende Logo ersetzte fortan das Jülicher Wappen, wobei die Wirkung dieses Logos außerhalb der Stadt damals nicht abgefragt worden sei. Der erste Pol, die viel zitierte „Historische Festungsstadt“ sei etwa bei manch geplanter Bausünde „etwas aus den Augen verloren worden“.

Dieser Punkt wurde nach Hommels Chronik eifrig von den Mitgliedern diskutiert, die verstärkt für eine Sichtbar- und Nutzbarmachung von Bodendenkmälern plädierten.

Deutlich gestärkt worden sei hingegen der zweite Pol „Moderne Forschungsstadt“. Hommel erinnerte auch an viele nicht umgesetzte Planungen, das Thema Forschung in der Stadt präsent zu machen, wie die „Solarcity“, unter anderem mit einer Infosäule aus Edelstahl und Glas mit Solar-Panels. Damals sei man „eigentlich auf einem guten Weg“ gewesen, bis ab 2003 die Besucherinformation durch den Brückenkopf-Park erfolgte.

Es sei eine „verschenkte Zeit“ gewesen, bis 2012 das Verkehrsbüro im alten Kiosk auf dem Schlossplatz errichtet wurde. In der überregionalen Werbung seien „Jülichs Spezialitäten vernachlässigt“ worden. Mit der Gründung des Stadtmarketingvereins 2003 „gab es neue Möglichkeiten mit eigenem Etat“.

Der Verein verlor sein Monopol mit der Einrichtung der städtischen Stabsstelle Stadtmarketing, dafür sitzt die Stadt in Gestalt von Katarina Esser jetzt im Vereinsvorstand. Die jetzige Phase bezeichnete Hommel als „Neukonzentration auf alte Pole“ und auf ein eigenes Vereinsprofil.

„Hat die viele Arbeit sich gelohnt?“, fragte Alt-Bürgermeister Dr. Peter Nieveler, der ja „meistens dabei war“. „Ja. Wir wären nicht da, wo wir jetzt sind. Der Verein hat viel Positives angestoßen“, stellte Elisabeth Vietzke heraus.

Nun kamen beispielhaft einige Projekte zur Sprache, die bereits im Rechenschaftsbericht aufgeführt waren: Das Alte Rathaus auf dem Weg zum Kreishaus, die Verbesserung der Marktplatzsituation, die Erneuerung des Schlossplatzmittelfeldes, Lichtprojekte oder die Mitorganisation bei Stadtgesprächen, unter anderem auch zur „Problemzone Marktplatz“. Es gibt weiterhin genug zu tun in punkto Innenstadtbelebung, denn die Messzahl der Leerstände geht nach oben und die Einwohnerzahl Jülichs nach unten.

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