Stadtgespräch: SPD unterstützt den grünen Laufs

Von: Saskia Zimmer
Letzte Aktualisierung:
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Da bleibt keine Frage unbeantwortet: Redakteur Volker Uerlings (li.) und Prof. Michael Gramm (re.) moderierten das „Stadtgespräch im Glashaus” mit den Fraktionsvertretern.

Jülich. Eine hitzige Diskussion wars durchaus. Zumindest wenn man es wörtlich nimmt. Die Köpfe heiß geredet haben sich die Vertreter der Stadtratsfraktionen zwar nicht, tropische Temperaturen herrschten aber dennoch beim Stadtgespräch am Donnerstagabend im Glashaus.

In das Blumenhaus im Brückenkopf-Park hatte unsere Zeitung gemeinsam mit dem Verein Stadtmarketing Jülich neben den Politikern vor allem interessierte Bürgerinnen und Bürger eingeladen. Wenige Tage vor dem Urnengang sollte ihnen das „Stadtgespräch im Glashaus”, moderiert von Wirtschaftsgeograph Prof. Michael Gramm und Redakteur Volker Uerlings - Entscheidungshilfen für die Kommunalwahl an die Hand geben.

Und so verkündete denn auch Wolfgang Anhalt (SPD) vor den rund 90 Gästen, dass er persönlich, darüber hinaus aber auch der ganze Ortsverband SPD, den Bürgermeisterkandidaten der Grünen, Jürgen Laufs, voll unterstütze. Heinz Frey von der UWG Jül machte dagegen klar, dass seine Partei - wie schon beim letzten Mal - voll und ganz hinter dem amtierenden Bürgermeister Heinrich Stommel (parteilos) stehe.

Die Bürgermeisterwahl spielte an diesem Abend jedoch nur eine untergeordnete Rolle. In erster Linie sollten die Fraktionsvertreter erklären, wie sie Jülich in den nächsten Jahren gestalten wollen.

Peter Capellmann (CDU) will in diesem Zusammenhang, dass es eine zentrale Stelle gibt, die einen gemeinsamen Auftritt der Jülicher Einrichtungen ermöglicht. Auch Jürgen Laufs macht sich für eine Änderung der derzeitigen Situation stark. Frey dagegen spricht von einem „ländlichen Entwicklungskonzept”, das die ganze Region stärken soll.

Nicht besonders öffentlichkeitswirksam - zumindest im positiven Sinne - ist derzeit das Stadtbild, der Zustand öffentlicher Flächen und Plätze. Herumliegender Müll ist ein Dauerbrenner bei verärgerten Bürgern. Winfried Cremerius (FDP) ist entsetzt: „Nach der Kirmes war der Schlossplatz total verwüstet.”

Ein weiteres großes Thema beim Stadtgespräch war die derzeitige Situation der Städtischen Verwaltung. Cremerius zeigt sich schockiert über die Zustände bei einigen Ämtern und will sich für dringend notwendiges zusätzliches Personal einsetzen.

Sowohl Lauf als auch Anhalt forderten außerdem ein Bürgerbüro mit flexibleren Öffnungszeiten und stärkerem Servicegedanken. Frey bringt in diesem Zusammenhang noch sogenannte „Laptop-Beamten” ins Spiel, die sogar zu den Bürgern nach Hause fahren.
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