Stadtgespräch: Herzog trifft den Prinzen aus der Nachbarschaft

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„Seinen“ Schwanenteich hat Herzog Wilhelm V. alias Guido von Büren schon inspiziert. Foto: Jansen

Jülich. So viel „blaues Blut“ hat es rund um das Schloss in der Jülicher Zitadelle lange nicht gegeben, aber der Anlass ist entsprechend: Am 500. Geburtstag von Herzog Wilhelm V. von Jülich-Kleve-Berg gehört der Vertreter eines alten Geschlechts aus der Umgebung zu den Gratulanten beim „16. Jülicher Stadtgespräch: mit dem Herzog!“.

Albert-Henri Prinz von Merode macht dem Fürsten seine Aufwartung und ist einer der Talkgäste am Donnerstag, 28. Juli, ab 19.30 Uhr bei der Open-Air-Veranstaltung im Renaissancegarten der Zitadelle (Eintritt frei).

Das Haus Merode hatte immer eine besondere Beziehung zum Jülicher Hof, denn die Vorfahren von Prinz Albert-Henri haben es über fast 400 Jahre verstanden, die vollständige Unterstellung unter den Lehensherr an der Rur infrage zu stellen und Sonderrechte herauszuschlagen.

Mit Guido von Büren schlüpft ein absoluter Kenner der Stadtgeschichte in die Rolle von Wilhelm V. Er ist Historiker, Mitarbeiter im Museum Zitadelle Jülich und Vorsitzender des Jülicher Geschichtsvereins. Man darf gespannt sein, wie sich der „Zeitreisende“ bei seiner Rückkehr zurechtfindet, was er über den Alltag an seinem Hof, sein großes Territorium, zur Religion, aber auch zu den Nachbarn wie dem Haus Merode zu sagen hat. Natürlich wird er gefragt werden, warum er Schloss und Zitadelle von einem „Stararchitekten“ der damaligen Zeit planen ließ und aus Jülich eine „Idealstadtanlage der Renaissance machte, was bis heute sichtbar ist.

Schon Wilhelm kannte einen Stadtrat, mit dem er nicht immer nur freundliche Gespräche führte. Beim Stadtgespräch trifft er auf den amtierenden Ratsvorsitzenden, nämlich Bürgermeister Axel Fuchs. Der Herzog, ein Katholik, war ein Zeitgenosse Martin Luthers und zeigte sich in Glaubensfragen für seine Zeit ausgesprochen tolerant. An seinem 500. Geburtstag begegnet er dem evangelischen Pfarrer i.R. Dr. Thomas Kreßner aus Jülich.

Das Stadtgespräch ist eine gemeinsame Veranstaltung des Vereins Stadtmarketing Jülich und Jülicher Zeitung/Jülicher Nachrichten – diesmal in Kooperation mit dem Museum Zitadelle Jülich.

Am Donnerstag, 28. Juli, wird eine kleine Bühne im Renaissancegarten aufgebaut. Sitzplätze sind in beschränktem Umfang vorhanden. Auch Getränke und kleinere Speisen können an diesem Abend erworben werden.

Die Interviewer sind Wolfgang Hommel (Stadtmarketing) und unser Redakteur Volker Uerlings. Durch das Programm führt Professor Michael Gramm.

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