Stadtbücherei möchte zum Bildungshaus mit offener Ausrichtung werden

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Im Anschluss an die Versammlung führte Yvonne Schroiff (2. von rechts) die Teilnehmer durch die Erwachsenenabteilung der Bücherei, die neu sortiert und strukturiert wurde. Foto: Förderverein

Jülich. „Im Fokus: „Stadtbücherei Jülich – wohin geht die Reise?“ So titelte die Leiterin der Stadtbücherei, Birgit Kasberg, ihren Bericht zur Situation dieser öffentlichen Einrichtung auf der Jahreshauptversammlung des Fördervereins Stadtbücherei Jülich.

Ihre Aussage: „Die Stadtbücherei Jülich ist ein lebendiger, integrativer und attraktiver Ort, der den gesellschaftlichen Zusammenhang in Jülich fördert“ konnte sie überzeugend belegen: Die Schlüsselqualifikation Lesen werde nicht zuletzt mit den Sommerleseaktionen, die sich immer größeren Zulaufs erfreuen, gefördert und die Zusammenarbeit mit den Jülicher Schulen weiter ausgebaut. Mit einer gelebten Willkommenskultur durch spezielle Medien, Bibliothekseinführungen und Flyern in verschiedenen Sprachen könne das Büchereiteam zur Integration von Migranten und Neubürgern beitragen. Birgit Kasberg schloss ihren Bericht mit der Zielvorgabe, dass sich die Stadtbücherei als sozialer Treffpunkt zum Bildungshaus mit offener Ausrichtung im Herzen der Stadt entwickeln werde.

In einer PowerPoint-Präsentation gab Bibliothekarin Yvonne Schroiff einen detaillierten Überblick über die Aktivitäten und die „Kernzahlen“ im Jahr 2016: In der Stadtbücherei fanden 122 Veranstaltungen, darunter auch Klassenführungen, mit 2149 Teilnehmern statt. 45.955 Besucher waren in der Bücherei und 3.230 nutzten die Onleihe. Die Bücherei bietet 40.281 Medien an und es gab 91.462 Ausleihen, das heißt im Durchschnitt hat jeder Jülicher knapp drei Medien ausgeliehen.

Hatte der Zeitungsbericht  vom 1. März über die Schließung der Stadtbücherei Übach-Palenberg die anwesenden Mitglieder doch etwas beunruhigt, so war man nach den positiven Berichten der Bibliothekarinnen erleichtert und sah die Stadtbücherei weiterhin auf einem guten Weg.

Die Fördervereinsvorsitzende Elisabeth Vietzke bedankte sich nicht nur bei den Vorstandsmitgliedern für die vertrauensvolle Zusammenarbeit, sondern vor allem bei dem Team der Stadtbücherei für das angenehme Miteinander und die gute Vorbereitung aller Veranstaltungen, wie zum Beispiel der Fahrt zur Frankfurter Buchmesse im vergangenen Oktober, einer gut besuchten Fahrt, organisiert zusammen mit der VHS, die für alle Teilnehmer zu einem interessanten Erlebnis wurde. Mit seinen 134 Mitgliedern ist der Verein gut aufgestellt, aber man will 2017 verstärkt um Mitglieder werben, um die Stadtbücherei noch stärker unterstützen zu können.

Auch der Kassenbericht des Geschäftsführers, Hermann Petri, brachte eine positive Botschaft: Der Jahresabschluss zeigt ein gutes Plus, dies wurde nicht nur durch das gute Ergebnis der Bücherflohmärkte erreicht (1800 Euro), sondern auch durch die große Spende einer Jülicher Stiftung, die ungenannt bleiben will, für die Sommerleseclubs. Dies sei eine solide Basis, um die Stadtbücherei auch im kommenden Jahr finanziell unterstützen zu können.

Nachdem die Kassenprüfer Jutta Dahmen und Horst Stechemesser dem Geschäftsführer eine präzise und nachvollziehbare Kassenführung bescheinigt hatten, versehen mit einem dicken Lob für seine Arbeit, konnte der Geschäftsführer und der gesamte Vorstand einstimmig entlastet werden In einer kurzen Vorschau wurde berichtet, dass am 30. Juni Martina und Thomas Kreßner anlässlich des Reformationsjubiläums ein „Lutherkabarett“, musikalisch unterstützt von Helmut Kleinbauer, aufführen. Im Oktober stellt Gudrun Kaschluhn ihre neuen Lieblingsbücher vor und für November plant die Stadtbücherei mit Förderverein und VHS ein „Krimi“-Wochenende.

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