Stadt Linnich ehrt den „Mann mit der Kamera“

Von: Kr.
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Bürgermeisterin Marion Schunck-Zenker würdigte das Wirken von Wilhelm Josch mit der Linnicher Stadtplakette. Foto: Król

Linnich. Bis ins hohe Alter ist Wilhelm Josch mit Herz und Seele ein Ehrenamtler und seinem Leitspruch „Man muss ein bisschen sozial eingestellt sein, sonst funktioniert es nicht“ treu geblieben.

Der 81-Jährige gehört nach wie vor den Europaschützen an sowie der St. Sebastianus Schützengesellschaft Linnich, bringt sich aktiv in der Kriegsgräberfürsorge ein, ist im Geschichtsverein Linnich tätig, hat das Deutschen Glasmalereimuseum mit unterstützt, er war lange im Sozialausschuss und im Freundeskreis Hubertuskreuz.

Mit umfangreicher Filmdokumentation hat er die großen und kleinen Ereignisse der Stadt seit den 50er Jahren verfolgt und sich mit großem Engagement eingebracht. Die Stadt Linnich würdigte nun seine langjährigen Verdienste mit der Verleihung der Stadtplakette.

„Ich muss zugeben, als Linnicher Mädchen sind Sie mir nur als der Mann mit der Kamera bekannt“, sagte Bürgermeisterin Marion Schunck-Zenker im Ratssaal im Beisein des Rates, der die Ehrung einstimmig beschlossen hatte.

So war es auch nicht weiter verwunderlich, dass bei den Vorbereitungen auf diese Verleihung ein Teil aus dem sehr großen Filmarchiv zu Tage gefördert wurde. Ein kleines Juwel, das Wilhelm Josch gedreht hatte, wurde noch einmal gezeigt. Der Film entstand beim Schützenfest 1956. Die Uniformen, Musikkapellen und Pferde hätten auch in die heutige Zeit gepasst, lediglich an der Kleidung der Zuschauer sah man, dass der Film schon sehr betagt war.

Die Bürgermeisterin hob das soziale Wirken des Stukkateurmeisters im Ruhestand hervor. Auch erinnert sie an die zahlreichen nationalen und internationalen Ehrungen, die Wilhelm Josch zuteil geworden sind. So wurde er unter anderem von den europäischen Gemeinschaft historischer Schützen zum Ritter geschlagen.

Außerdem wurde ihm die niederländische Medaille „Monumentum Tolerantiae“, mit der bisher nur ganz wenige deutsche Bürger gewürdigt wurden, zuerkannt.

„Ich hoffe, das sie uns noch viele Jahre verbunden bleiben“, wünschte sich die Bürgermeisterin bei der Übergabe der Stadtplakette. Die Videokamera hat Wilhelm Josch mittlerweile aus der Hand gelegt. „Es geht alles etwas langsamer, und man kann nicht mehr alles machen, sonst verliert man den Überblick“, sagte er am Rande der Ehrung.

Die langjährige Linnicher Weggefährtin Erika Stehl brachte die Sache auf den Punkt. „In dieser Welt geschieht nichts Gutes, außer man tut es.“

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