Jülich - Stadiongottesdienst beim Fußballcamp

Stadiongottesdienst beim Fußballcamp

Von: tee
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Ortstermin im Karl-Knipprath-Stadion: Michael Lingnau (v.l.) nimmt mit Pfarrerin Claudia Konnert, Peter Kosprd, Claus Nürnberg, Hans Scheiba und Elvira Musiol den Platz vor der Ehrentribüne in Augenschein. Hier soll am 27. Juli der Altar stehen. Foto: Schenk

Jülich. Sport hat viel mit Religion zu tun, davon sind alle Akteure des ersten Jülicher „Stadion-Gottesdienstes“ überzeugt. Zum Finale des Sommer-Fußballcamps des SC Jülich 1910/97 wird am Samstag, 27. Juli, unter der Ehrentribüne im Karl-Knipprath-Stadion mit Propst Josef Wolff und der evangelischen Pfarrerin Claudia Konnert ein ökumenischer Gottesdienst gefeiert.

Als Herausforderung versteht Propst Wolff diesen Freiluft-Gottesdienst unter „Gottes weitem, hoffentlich blauem Himmel“. Gerne habe er die „Flanke“ des „Zehner“-Vorsitzenden Michael Lingnau aufgenommen, der neben dem Vereinsvorsitz zum Kirchenvorstand der Pfarre Heilig Geist Jülich gehört.

Die Idee zum „Feldgottesdienst“ haben allerdings zwei andere Männer geboren: Peter Kosprd und Hans Scheiba, die Verantwortlichen für das Fußballcamp, an dem jährlich rund 100 Kinder und Jugendliche aus dem Jülicher Land teilnehmen.

Sie wollen ihren Teil dazu beitragen, Kirche wieder lebendig zu machen. „Ich trainiere auch viel mit muslimischen Spielern. Sie beten vor dem Spiel und auch in der Halbzeit. Wir müssen auch wieder den Mut haben, uns als Christen zu bekennen“, sagt der praktizierende Katholik Kosprd. Viele Ideen zu dem sportlichen Themenkomplex hat bereits Pfarrerin Konnert, die sich vorstellen kann, dass die Jugendlichen selbst einmal die Abseitsregel erklären.

Denn: „Wir stellen oft Menschen ins Abseits und die Fußballer trainieren das sogar.“ Hier eine Brücke zum praktischen Glauben zu schaffen und zu klären, wie man als Christ „Fouls“ und „Abseits“ begegnet, könnte ein Aspekt des Gottesdienstes sein. Mit Propst Wolff wird sie in diesen Tagen wegen der Details zusammenkommen.

Angesprochen werden sollen alle Generationen mit diesem Gottesdienst. Gerade dadurch, dass er im Stadion gefeiert wird, sehen alle Beteiligten die Möglichkeit, auch Menschen zu erreichen, die sonst der Kirche eher skeptisch gegenüber stünden. Durch den zentral positionierten Altar auf der Zuschauerbühne könne man Neugier wecken und die Hemmungen, sich dazu zu gesellen nehmen.

„Es ist eine Chance, das Christsein in Jülich lebendig zu machen“, betont Michael Lingnau. Ausdrücklich sind alle Interessierten und Gläubigen eingeladen – nicht nur die Teilnehmer des Fußballcamps und deren Eltern – zu der ökumenischen Feier zu kommen, die um 18 Uhr beginnt.

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