St. Patrick‘s Day: Irische Messe in Jülich

Von: ptj
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Foto: Jagodzinska
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Propst Wolff zelebriert die „International Holy Mess in English“ in der mit grünen Kleeblatt-Dekorationen geschmückten Sales-Kirche. Foto: Jagodzinska

Jülich. Irische Fähnchen flatterten im Wind an der Kirche St. Franz Sales, der Innenraum war geschmückt mit grün/glänzenden oder blinkenden Kleeblatt-Dekorationen, die Lektor und Kommunionhelfer Ferdinand Piel eigens aus Irland geholt hatte. Der feierte die Gemeinde St. Patrick‘s Day.

Der Altar war mit der vertikalen irischen Trikolore in den Farben grün, weiß und orange geschmückt, weitere Fähnchen zierten das Gotteshaus. Die drei Messdiener/innen waren indischer Herkunft. Ungewohnt klang auch die Liturgie in englischer Sprache, wo Propst Josef Wolff etwa die Worte sprach: „The mystery of faith“ (Geheimnis des Glaubens). Die Gemeinde antwortete: „We proclaim your Death, o Lord, and profess your Resurrection until you come again“. Will heißen: „Deinen Tod, O Herr, verkünden wir und deine Auferstehung preisen wir, bis du kommst in Herrlichkeit“.

Warum überhaupt eine Internationale Messe in englischer Sprache feiern? Hier nannte der Propst drei Gründe: Es ist „Saint Patrick‘s Day“, das Fest des christlichen Missionars und Bischofs, das in der ganzen Welt gefeiert wird. Zudem leben „eine ganze Reihe internationaler Studenten hier in Jülich, und es gibt ein irisches Pub hier um die Ecke“. Nicht zuletzt habe er selbst als Theologiestudent ein Jahr in Irland verbracht und viele Erfahrungen gesammelt.

Hier gab er eine Anekdote zum Besten, in der er mit seinem Motorrad durch Irland reiste, auf schlammigem Weg stecken blieb und auf Hilfe angewiesen war. „The Irish mentality is a special christian mentality“, kam er auf irisch/christliche Besonderheiten zu sprechen. Iren seien hilfsbereit, gastfreundlich und „humble“ (demütig/bescheiden). Nirgends habe er zum Beispiel die ehrlich gemeinte Entschuldigung „Sorry“ so oft gehört wie in Irland.

In seinen Auslegungen nicht fehlen durfte die Deutung der irischen Flagge. „Bringing people together“ (Leute vereinen), sei ihr Ziel. Zur Erklärung der Farbe „Grün“ deutete der Propst auf sein grünes Messgewand. Sie steht für die hauptsächlich aus römischen Katholiken bestehende gälische Minderheit. Orange stehe für William von Oranien, der im 17. Jahrhundert die irisch-katholische Armee im „Battle of Boyne“ besiegt hatte, und damit für den Protestantismus. Weiß sei die Farbe der Unschuld und steht für die Hoffnung eines dauerhaften Friedens.

Auch in den Fürbitten wurde für Frieden und Hoffnung gebetet, aber auch für alle jene, die in der Kirche ihren Dienst tun, für „uns selbst und für unsere Kinder“. Der Chor „Soluna“ brachte einige wunderschöne Lieder zu Gehör und begleitete den Gemeindegesang. Dieser bestand zumeist aus der englischen Übersetzung bekannter Neuer geistlicher Lieder wie „Da berühren sich Himmel und Erde“.

Auf die Frage des Propstes, wie viele der recht vielen Gottesdienstbesucher englische Muttersprachler seien, hob sich nur eine Hand. Festzuhalten ist also, dass viele Menschen aus Jülich und Umgebung der englischen Sprache mächtig sind und gemeinsam Gottesdienst feiern wollen.

Die Feier „St. Patrick‘s Day“ fand in der „After mass just around the corner“ ihre fröhliche Fortsetzung, wo der irische Wirt Ross Lynch bereits mit „something special“ auf seine Gäste wartete.

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