St. Josef-Krankenhaus Linnnich: Immmer mehr Demenzkranke

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Das St. Josef-Krankenhaus hat sich auf die steigende Zahl von Demenzkranken eingestellt. Auch das Team (Bild) wurde geschult.

Linnich. Immer mehr Menschen erkranken an Demenz. Auch das St. Josef-Krankenhaus in Linnich registriert die steigende Zahl der Menschen mit demenziellen Erkrankungen. Bereits vor einem Jahr wurden räumliche und personelle Vorbereitungen getroffen, um sich auf die Bedürfnisse dieser Patientengruppe einzustellen.

Seitdem wurden im Linnicher Krankenhaus 247 Patienten mit der Nebendiagnose Demenz behandelt und betreut. „Rückblickend bestärkt uns die Zufriedenheit unserer Patienten und deren Angehörigen darin, dass wir mit unseren Aktivitäten für demente Patienten auf dem richtigen Weg sind”, sagen Pflegedirektor Günter Weingarten und seine Stellvertreterin Marlies Jansen.

Die Einbeziehung der Angehörigen und der Pflegeheime ist wichtig, weil gerade diese über die Vergangenheit des Patienten informieren können. Das verbessert die Betreuung. Je individueller diese organisiert ist, desto wohler fühlt sich der demente Patient. Den Angehörigen von sehr ängstlichen und unruhigen Patienten wird die Möglichkeit des „Rooming in” angeboten. Denn der demenziell Erkrankte reagiert mit Ruhe und ohne Angst auf gewohnte Bezugspersonen.

Die Patienten, die entsprechend ihres Gesundheitszustandes dazu in der Lage sind, werden je nach ihren Interessen von Betreuungskräften speziell beschäftigt. Hier gilt ein besonderer Dank dem Förderverein, der mit vielen Anschaffungen einen großen Beitrag zur besseren Betreuung dieser speziellen Patientengruppe geleistet hat.

1,2 Millionen Menschen erkrankt

Jann Habbinga, Kaufmännischer Direktor: „Wir möchten uns auch in Zukunft auf demente Patienten einstellen und weitere Räumlichkeiten umgestalten. Denn die Zahl der Patienten mit der Nebendiagnose Demenz steigt weiter an.”

Zurzeit sind in Deutschland zirka 1,2 Millionen Menschen an Demenz erkrankt. Die Tendenz ist steigend. Wenn demente Patienten in eine Klinik eingeliefert werden, liegt in der Regel eine akute körperliche Erkrankung vor. Die Demenz tritt häufig in den Hintergrund.

Die Patienten, auf die sich das St. Josef-Krankenhaus speziell vorbereitet hat, werden ursächlich nicht wegen der Diagnose Demenz behandelt. Es sind Patienten der Inneren Medizin und Chirurgie, bei denen die Demenz als Nebendiagnose vorliegt. Ziel ist es, diesen verstärkt mit Aufmerksamkeit zu begegnen und die Einschränkungen des Patienten sowohl in der Behandlung und Betreuung als auch bei der Unterbringung zu berücksichtigen.

Vortrag im Linnicher Rathaus am 28. September

Am Dienstag, 28. September, von 18 bis 19.30 Uhr findet im Linnicher Rathaus der Vortrag „Der demenzkranke Mensch als Fahrgast” statt.

Im Rahmen der Alzheimertage im Kreis Düren richten sich Dr. Gerhard Mertes (Chefarzt der Inneren Medizin), Alexandra Backes (Krankenschwester und Demenzexpertin) und Andrea Lafos (Diplom-Pädagogin) in ihren Vorträgen an alle Fahrer und Begleiter von Patiententransportunternehmen. Der Eintritt ist frei.

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