St. Josef-Krankenhaus: Guter Ruf ist in 125 Jahren gewachsen

Von: Kr.
Letzte Aktualisierung:
5344402.jpg
Gemeinsam mit ehemaligen und aktuellen Mitarbeitern feierten Bernd Koch (v.l.), Volker Rentemeister, ehemaliger Verwaltungschef, Schwester Oberin Maria Secunda, Gabor Szük und Jann Habbinga das 125-jährige Bestehen des St. Josef-Krankenhauses Linnich. Foto: Król

Gereonsweiler. Dass St. Josef Krankenhaus Linnich und sein Träger die Caritas Trägergesellschaft West wissen, was sie an ihren Mitarbeitern haben. Ihre Identifikation mit dem Haus und ihr Engagement für ihre Arbeit und zum Wohle der Patienten haben wesentlich zum guten Ruf des Hauses beigetragen und seinen Geist in den vergangenen 125 Jahren mitgeprägt.

Deshalb war es für die Geschäftsführung auch selbstverständlich, das 125-jährige Bestehen des Hauses zunächst einmal mit den Mitarbeitern sowie den Ehemaligen, die in den letzten 25 Jahren das Haus verlassen haben, zu feiern. In der Gereonsweiler Bürgerhalle fand sich die große Familie des St. Josef Hauses ein und neben Pflege- und Verwaltungspersonal und all jenen die den Betrieb des Hauses gewährleisten, waren auch die Ärzte gekommen.

Ordensschwestern bauten auf

Besonders herzlich wurden von den Anwesenden die ehemalige Oberin des Hauses, Schwester Maria Secunda, sowie einige ihre Mitschwestern begrüßte. Sie war es dann auch, die als erste das Wort ergriff und die vergangenen 125 Jahr Revue passieren ließ. Im Jahre 1886 begannen drei Schwestern der Ordensgemeinschaft der Christenserinnen in Linnich eine ambulante Krankenpflege aufzubauen.

Bereits am 26. März 1888 wurde der Grundstein des St. Josef-Krankenhauses gelegt, das im Februar 1889 seine Arbeit als Pflegehaus aufnahm. 1917 wurde unter Dr. med. Hermann Weitz die Chirurgie aufgebaut und während des Zweiten Weltkrieges dienten 100 der insgesamt 210 Betten als Lazarett. 1944 wurde das Krankenhaus evakuiert, und im Mai 1945 kehrten die Schwestern nach Linnich zurück. Zunächst erfolgte die Behandlung der Patienten ambulant, und nach und nach wurde das zerstörte Haus wieder aufgebaut und modernisiert. Es kam auch eine Innere Abteilung dazu.

Schwester Maria Secunda erinnerte an die zahlreichen Ärzte, die zur Weiterentwicklung des Hauses beigetragen hatten, nannte in Linnich bekannte Namen und ließ die rasante Weiterentwicklung von Medizin und Technik Revue passieren. Auch baulich wurde manches verändert.

2002 ging das Krankenhaus in die Trägerschaft der CTW über und 2004 verließen die letzten Ordensfrauen das Haus. „Wir haben uns in Linnich wohlgefühlt und möchten uns noch einmal bei allen bedanken, die ihren Beitrag für das St. Josef Krankenhaus geleistet haben“, schloss sie ihre Ausführungen mit den Worten: „Wir Ordensschwestern wünschen dem Haus noch mindestens weitere 125 Jahre in guten Händen der CTW und den Verantwortlichen einen klaren Blick, ein hörendes Herz und eine glückliche Hand.“ Gábor Szük und Bernd Koch, Geschäftsführer der CTW, äußerten sich in ihrem Grußwort vor allem lobend über die Mitarbeiter, deren Identifikation mit dem Haus und ihrer Arbeit sie hoch bewerten. Harald Veith, Vorsitzender der Mitarbeitervertretung, dankte der Ordensgemeinschaft und der CTW für die 125 Jahre währende Trägerschaft.

Mit Anekdoten gewürzt

Aus dem Nähkästchen plauderte dagegen Jann Habbinga, kaufmännischer Direktor des Krankenhauses. Er hatte in den Archiven gewühlt, mit ehemaligen und langjährigen Mitarbeitern gesprochen und so manche Anekdote ans Licht gefördert. So erinnerte er daran, dass in früheren Zeiten im Alarmfall die Glocke an der Kapelle geläutet wurde. Er wusste noch von einer Geiselnahme zu berichten, die vor vielen Jahren im Krankenhaus für Aufsehen sorgte. Anhand einiger nüchterner Zahlen belegte er zudem die Entwicklung des Hauses zu einer hoch modernen Einrichtung, die heutigen Ansprüchen entspricht.

Nach dem kurzen offiziellen Teil feierten die Gäste gemeinsam und nutzten die Gelegenheit, alte Bekanntschaften aufzufrischen und Erinnerungen auszutauschen.

Zwischen Musik, Tanz und Unterhaltung gab es noch einen „special act“, als Motivationstrainer Slatco Sterzenbach demonstrierte, wie ein perfekter Tag gestaltet werden kann.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert