St.-Josef-Krankenhaus: Dialysebehandlung soll ohne Furcht sein

Von: jago
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35 Jahre Dialyse im St.-Josef-Krankenhaus Linnich: Patient Willy Leuver (81) zeigte bei seiner Live-Dialyse am Tag der offenen Tür, wie sehr er die familiäre Atmosphäre auf der Station genießt. Foto: Jagodzinska

Linnich. Als am 25. März 1980 im Linnicher St.-Josef-Krankenhaus die erste Dialysebehandlung vorgenommen wurde, stand zunächst eine Bettenstation mit sechs Dialyseplätzen zur Verfügung.

Waren es damals zwei Dialyseschwestern und ein Dialysetechniker, die sich unter der Leitung des damaligen Oberarztes Dr. Gundolf Junker um das Wohlergehen von anfangs drei Dialysepatienten kümmerten, besteht das Dialyseteam heute aus 20 Dialyseschwestern und mehreren Hilfskräften sowie dem leitenden Internisten und Nephrologen Dr. Achim Fritz und Oberärztin Dr. Grit Böckler.

Zum 35-jährigen Bestehen hatte die Krankenhaus-Verwaltung die Bevölkerung eingeladen, sich bei einem Tag der offenen Tür über das Angebot und die Möglichkeiten vor Ort ein Bild zu machen. Viele Interessierte nutzten diese Gelegenheit, sich bei einer Live-Dialyse die Abläufe von Dr. Fritz kompetent erläutern zu lassen.

Man sah, dass die Patienten sich wohlfühlen und eine Dialyse keine Qual ist. Man könne sich gut daran gewöhnen, versicherte beispielsweise der 81-jährige Willy Leuver, der sich seit sechs Jahren dreimal wöchentlich der Blutreinigung unterziehen muss, und erzählte: „ Die Schwestern hier sind mir so vertraut, die gehören inzwischen zu meiner Familie.“ Nebenbei sitzt der rüstige Senior während der Dialyse an seinem Labtop und schreibt an seiner Lebensgeschichte und seinem Engagement in der Kirche.

Nach einer Begrüßung durch den kaufmännischen Direktor Alexander Weisser ließen einige Zuhörer es sich nicht entgehen, einem hoch interessanten Vortrag von Dr Achim Fritz zum Thema „Diabetes und Niere – aktuelle Erkenntnisse“ zu folgen. Anhand von Schaubildern beleuchtete der Facharzt die Themen „Die diabetische Nierenerkrankung“, „Diagnosestellung“ und „Behandlung“.

Informationsstände zu Blutdruck oder Nierenkrankheiten, Ernährung und Blutwäsche boten umfangreiches Material zum Selbststudium. Wer sich lieber beraten lassen und Fragen stellen wollte, fand in den Mitarbeiterinnen des Teams freundliche Gesprächspartnerinnen, die für jedes Anliegen ein offenes Ohr hatten.

Umfangreiches Spektrum

Auch die Bauchfelldialyse wurde veranschaulicht und die entsprechenden Techniken vorgeführt. Einen spannenden Einblick in die technische Entwicklung bot eine kleine Geräteausstellung. Beim Anblick der hochmodernen digitalisierten Apparaturen wirkte eine Dialyse-Maschine der ersten Generation dagegen beängstigend simpel in ihrer Konstruktion, und dennoch hatte sie ihre Dienste sehr wohl getan.

Der Jubiläumstag verdeutlichte die Leistungsdichte der Dialyse-Station am St.-Josef-Krankenhaus, deren Therapiespektrum neben allen gängigen Blutreinigungsverfahren auch Behandlungen bei Vergiftungen, Cholesterinerkrankungen, beim Hörsturz oder immunologischen Krankheitsbildern einschließt.

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