St. Josef-Krankenhaus: Auf der Demenzstation „in guten Händen“

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Die Demenzexperten des St. Josef-Krankenhauses freuen sich auf Gäste zum „Tag der offenen Tür“ ihrer Station. Foto: St. Josef-Krankenhaus

Linnich. Das Linnicher Krankenhaus hat sich in den vergangenen zehn Jahren als demenzfreundliches Krankenhaus besonders etabliert. Neben der speziellen baulichen Gestaltung spielt die personelle Ausstattung eine erhebliche Rolle.

Denn für die Behandlung und Betreuung von dementiell Erkrankten Patienten wird eine Vielzahl von Experten benötigt. Ärzte, examiniertes Pflegepersonal, Betreuungs- und Servicekräfte, Physiotherapeuten und weitere Fachleute aus den Bereichen Soziales und Seelsorge sind für die Patienten da. Diese spezielle und besondere Kompetenz im Kreis Düren möchten die Fachleute am Dienstag, 25. Oktober, der interessierten Öffentlichkeit zeigen.

Aromapflege und Snoezelwagen

An verschiedenen Ständen wird bei einem kleinen Tag der offenen Tür über die Aromapflege und Einsätze des Snoezelwagens informiert. Hinzu kommen die Unterstützungsangebote der Familialen Pflege und die Arbeit des Sozialdienstes.

Um den Patienten und deren Angehörigen einen Einblick in das Tagesgeschehen der speziellen Demenzstation zu verschaffen, wird das Team außerdem demonstrieren, wie sich die Tagesbetreuung der dementen Patienten im Linnicher Krankenhaus gestaltet und die Bewegungstherapie umgesetzt wird. Herzlich eingeladen sind betroffene Patienten und deren Angehörige sowie ambulante Pflegedienste und selbstverständlich alle Interessierten. Der Eintritt ist kostenlos.

Als sich vor zehn Jahren das Linnicher Krankenhaus dazu entschlossen hatte, eine Demenzstation zu eröffnen, zählte die Station anfangs nur zwei Zimmer. Heute umfasst sie bereits 18 Betten. Auf die bauliche Gestaltung wurde hierbei ein besonderes Augenmerk gerichtet. Wohnlich und ansprechend sollten die Zimmer sein, lautete die Vorgabe.

Chip am Handelenk

Das Linnicher Krankenhaus lässt den demenzkranken Patienten die Bewegungsfreiheit. Durch eine elektronische Sicherung an den Stationseingängen und eines Chips am Handgelenk der Erkrankten wird dafür gesorgt, dass kein Patient die Station unbemerkt verlässt. Das allgemeine Ziel ist es, diesen Patienten verstärkt mit besonderer Aufmerksamkeit zu begegnen und die speziellen Einschränkungen des Patienten sowohl in der Behandlung und Betreuung als auch bei der Unterbringung zu berücksichtigen.

Zurzeit sind in Deutschland rund 1,2 Millionen Menschen an verschiedenen Demenzen erkrankt. Die Tendenz ist steigend. Wenn an Demenz erkrankte Patienten in eine Klinik eingeliefert werden, liegt in der Regel eine akute körperliche Erkrankung vor. Die Demenz als zweite Erkrankung tritt dabei häufig in den Hintergrund.

Auch die Patienten, auf die sich das St. Josef-Krankenhaus in Linnich speziell vorbereitet hat, werden ursächlich nicht wegen der Diagnose Demenz behandelt. Es sind Patienten der Inneren Medizin und Chirurgie, bei denen die Demenz als Nebendiagnose vorliegt.

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