Jülich - St. Elisabeth-Krankenhaus: Endoskopie auf dem neuesten Stand

St. Elisabeth-Krankenhaus: Endoskopie auf dem neuesten Stand

Von: ojo
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Auf die neue Endoskopie haben sie allen Grund stolz zu sein: (v.l.) Dirk Offermann, Kaufmännischer Diretor des Krankenhauses, Chefarzt Dr. Michael Behnke, Bernd Koch, ctw-Geschäftsführer, und Wolfgang Gunia als stellvertretender Bürgermeister. Foto: Jonel

Jülich. Nicht nur Innovationen sind kostenintensiv. Viel Geld muss auch in die Hand genommen werden, um auf den geforderten Stand der Technik zu kommen. 750.000 Euro sind es im Falle des Jülicher St. Elisabeth-Krankenhauses, die in die Erneuerung der Endoskopie gesteckt wurden.

Es war nicht nur eine notwendige Ausgabe, wie der Geschäftsführer der Caritas Trägergesellschaft West (ctw), Dipl.-Kaufmann Bernd Koch, bei der Einweihung und offiziellen Eröffnung des lichten rund 100 Quadratmeter großen Anbaus erklärte. Es war auch eine, die sofort angenommen wurde: „Die Leute sind begeistert“, schildert der Ärztliche Direktor, Chefarzt Dr. Michael Behnke, die Reaktionen der Patienten im Praxistest. Die Abläufe sind mit den neuen, großzügig bemessenen und auf kurze Wege ausgelegten Räumlichkeiten optimaler strukturiert. Das hat entspannende Wirkung auf die 3500 bis 4000 endoskopische Untersuchungen und Eingriffe, die jährlich vorgenommen werden.

Zwei neue Behandlungsräume sind nun direkt aus den Umkleidekabinen – ausgestattet mit sanitärer Einrichtung – zu erreichen. Dies bietet fraglos einen Zuwachs an Privatsphäre, den jeder zu Untersuchende begrüßen wird.

Von den Patienten hoch geschätzt wird ebenfalls der neue Aufwachraum, der eine Erholungsphase ohne jeglichen Zeitdruck ermöglicht. Und die Mitarbeiter der Abteilung sind überaus angetan von dem neuen Aufbereitungsraum für medizinische Instrumente. Er ist wie die gesamte Einrichtung mit moderner Technologie ausgestattet worden, was den Wirkungsgrad, in diesem Fall die Reinigungskapazität deutlich erhöht.

„Uns stehen nun sämtliche Möglichkeiten der Gastroskopie und Endoskopie zur Verfügung“, zeigte sich Dr. Behnke stolz über den infrastrukturellen Fortschritt, den der moderne Anbau dokumentiert. Dazu zählen auch die Endosonographie – dabei handelt es sich um Ultraschalluntersuchungen im Inneren des Körpers – und die Kapselendoskopie, bei der eine Minikamera Aufnahmen aus endoskopisch nicht zugänglichen Bereichen des Körpers macht, die später ausgewertet werden.

Sowohl Geschäftsführer Koch als auch Chefarzt Dr. Behnke nutzten die Gelegenheit, Patienten wie Mitarbeitern der Endoskopie zu danken. Geduldig hätten sie die Belastung der mehr als einjährigen Bau- und Modernisierungsarbeiten ertragen, die bei laufendem Betrieb erfolgten.

Den Segen, den die Kirche Krankenhäusern mit besonderer Aufmerksamkeit spende, erteilte dem neuen Trakt Krankenhausseelsorgerin Helena Fothen. Sie vollzog diesen christlichen Akt in Begleitung zweier Messdiener und wünschte dem Anbau des Hauses, das zur Heilung der Kranken errichtet worden sei, ein segensreiche Zukunft.

Wolfgang Gunia in Vertretung des Jülicher Bürgermeisters begrüßte die Investition in die Modernisierung des Hauses als wichtigen Schritt zur Sicherung des Standortes. Mit Blick auf die angespannte finanzielle Situation, an der auch der Bombenfund im Nordviertel und die daraus resultierende Evakuierung des gesamten Krankenhauses einen in die Hunderttausende Euro gehenden Anteil gehabt habe, wünsche er dem Haus viel Erfolg.

Unter den Gästen, die dem Eröffnungsakt beiwohnten, waren neben den Ärzten anderer Fachabteilungen des Hauses auch etliche niedergelassene Ärzte sowie Mitglieder des Fördervereins. Sie alle genossen eine Führung durch die neuen Räume, die wohl nie wieder einen solch massierten Andrang erleben, sondern von einer eher privaten Atmosphäre geprägt sein werden.

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