Jülich - Spray-Attacke auf die „lebende Krippe“ am grünen Haus

Spray-Attacke auf die „lebende Krippe“ am grünen Haus

Von: hfs.
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Die Straßengemeinschaft Kleine Rurstraße/Grünstraße mit ihrem Vorsitzenden Ulrich Bakchausen (l.) ist verärgert und erbost über die „Idioten, die die Außenwände der lebenden Krippe verunstaltet haben“. Foto: hfs.

Jülich. Die Mitglieder der Straßengemeinschaft Kleine Rurstraße/Grünstraß sind mächtig sauer auf die Täter, der wenige Stunden nach dem Aufbau für die lebende Krippe am „Grünen Haus“ zur Spraydose griff, um die nagelneuen Holztüren und Seitenwände mit Graffitos zu beschmieren. Für Hinweise auf die Schmierfinken wurde eine Belohnung von 500 Euro ausgesetzt.

„Man kann es nur so sagen: Das sind nur Idioten, die haben nichts im Kopf.“ Josef Nobis, Kassierer der Straßengemeinschaft, ist sichtlich verärgert. Seine Aussage will er nicht auf die mangelhafte Rechtschreibkenntnisse „Weihnaten ist Komerz“ bezogen wissen. „Dies beziehe ich auf die Tatsache, dass diese Schmierfinken nicht überlegen, welchen Schaden sie mit ihren dummen Sprüchen anstellen, geschweige denn sich Gedanken machen, wie viel Engagement, Herzblut und Initiative in ein solches Projekt gesteckt werden.“

Den ganzen Samstag über hatten die Mitglieder der Straßengemeinschaft am Aufbau der lebenden Krippe gearbeitet, „denn schließlich haben wir neue Türen eingebaut samt der Seitenwand“, berichtete Vorsitzender Ulrich Backhausen. Die sollte am Montag der Innenausbau fortsetzen.

Stunden zuvor waren aber bereits die nächtlichen Sprühaktionen zu sehen. „Es ist totaler Blödsinn, hier bei unserem Projekt von Kommerz zu sprechen, wie sind froh über jede Spende“, ereiferte sich auch Backhausen über die Bekundungen der Übeltäter, die sich mit breitem Schriftzug für „die Befreiung von Mensch und Tier“ aussprechen. Wie dies im Zusammenhang mit der lebenden Krippe zu sehen ist, dies offenbart sich anscheinend nur den Sprayern. „Wir bekommen viel Anerkennung von allen Bevölkerungsgruppen. Besucher erfreuen sich an unserem Krippenbild mit den beiden lebenden Schafen. Denen, und dies betone ich ausdrücklich, es sehr gut geht“, sagt Backhausen. Das bestätigt auch der Landwirt, dem die beiden Tiere gehören: „Meine Schafe fühlen sich sauwohl, dieser Stall hier ist viel größer als ihr übliches Zuhause, und in den vier Wochen nehmen die Tiere immer an Gewicht zu“, so der Besitzer.

Dass der offiziellen Eröffnung am kommenden Freitag um 16.30 Uhr nichts entgegensteht, betont ausdrücklich Geschäftsführerin Cornelia Langen. „Wie wir die Graffitos weg bekommen, weiß ich noch nicht, aber sie werden natürlich verschwinden.“ Sie hat auch im Namen der Straßengemeinschaft Anzeige gegen Unbekannt erstattet. Damit man dem oder den Tätern auf die Spur kommt, hat die Straßengemeinschaft eine Belohnung von 500 Euro für sachdienliche Hinweise ausgelobt. „Wir hoffen, dass dies eventuelle Zeugen ermutigt, sich bei der Polizei zu melden“, sagt Josef Nobis.

Der hat in den 17 Jahren, seitdem die Straßengemeinschaft die „lebende Krippe“ präsentiert, „Schmierereien in diesem Ausmaß noch nicht erlebt“.

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