Jülich - Sportfest im Jülicher Nordviertel: Hohe Resonanz ist erwünscht

Sportfest im Jülicher Nordviertel: Hohe Resonanz ist erwünscht

Von: Daniela Martinak
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Der Initiator des Sportfestes im Nordviertel, Peter Schmitz (vorne), und sein Team arbeiten Hand in Hand. Sie alle hoffen jetzt auf erneut rege Teilnahme an der dritten Veranstaltung. Foto: Martinak

Jülich. Ganz schön sportlich sehen Peter Schmitz, Ortsvorsteher des Nordviertels, und sein Team die höhere Migrantenrate im Nordviertel. 20 verschiedene Nationen kommen dort, in einem von insgesamt 15 Stadtteilen Jülichs, zusammen.

Wohnhaft in vergleichsweise enger Bebauung, oft in Reihenhäusern oder Wohnblocks - ja sogar drei Hochhäuser stehen dort - liegt es auf der Hand, dass die Randbedingungen nicht die besten sind und soziale Kontakte schwer zu knüpfen sind.

Bereits zum dritten Mal veranstalten Schmitz und seine Kompagnons, die alle wohnhaft oder beruflich dem Nordviertel angehören, ein Sportfest, was zur Verbesserung der Situation beitragen soll. „Sport kann Vieles“, betont der Ortsvorsteher und ist sich sicher, „dass dies nicht nur eine Chance für die Vereine ist, Nachwuchs an Land zu ziehen.“

Nach anfänglichen Schwierigkeiten - der Versuch, die Veranstaltung auf dem Bolzplatz durchzuführen, sei nicht die beste Idee gewesen - mit gerade einmal 50 Teilnehmern und Besuchern, kam vergangenes Jahr der Durchbruch. Über 250 Gäste und sportlich Aktive stürmten regelrecht die Sporthalle an der Berliner Straße.

Und dort werden auch jetzt, am Samstag, 13. Juli, wieder zahlreiche Bewohner des Nordviertels und andere Interessierte erwartet. Ab elf Uhr startet das ganztägige Fußballturnier und auch die Vorstellung der verschiedenen ansässigen Vereine beginnt.

So präsentiert sich zuerst der TTC indeland Jülich, bevor Schirmherr und Bürgermeister Heinrich Stommel, die Begrüßungsrede hält. Auch Jülichs erster Bürger ist begeistert von der Idee, so zur Verbesserung des Nordviertels beitragen zu können: „Peter Schmitz hat die Vorzüge des Sports erkannt. In Vereinen wird die Geselligkeit gepflegt.“ Die Stadtgarde Jülich, die Tanzschule Dancing & More, der SC Jülich, der Jülicher Fight Club, der TSC Schwarz-Gelb und der Jülicher Judoclub etwa laden zum Zuschauen und Mitmachen ein. Unter dem Motto „Triff Freunde, sei aktiv, mach mit!“, sind alle herzlich eingeladen teilzunehmen.

Positive Veränderung

Auch den anderen Mitgliedern des Organisationsteams rund um Schmitz liegt die positive Veränderung des Stadtteils sehr am Herzen. Paul Röthlinger, Peter Rücker, Tobias Storms, Michael Küven, Berti Gierling, Norbert Hermanns und Beate Wirth-Weigelt sind fleißig bei der Arbeit: Plakate aufhängen und werben, werben, werben. Schließlich sollen wieder Schülerteams aus möglichst allen Jülicher Schulen das Kleinfeldturnier austragen. „Wir haben natürlich auch die Hoffnung, so die Jugendlichen von der Straße holen zu können. Sie an andere Hobbys heranzuführen und ihnen zu zeigen, dass Sport die bessere Alternative zu Computerspielen ist, ist unser Ziel“, erklärt Norbert Hermanns, Jugendstraßenpolizist der Polizeiwache Jülich.

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos und auch die Umsetzung sei von geringem finanziellem Aufwand. Dennoch: Von hohem Wert ist das Sportfest wohl allemal! Und über Spenden, die auch zum Teil bereits für die Umsetzung der inzwischen zur Tradition gewordenen Veranstaltung geflossen sind, freuen sich die Initiatoren sicherlich immer.

Für kulinarische Köstlichkeiten sorgt der Marokkanische Verein, der auch schon im Vorjahr „für wahre Geschmacksexplosionen auf der Zunge“ gesorgt hat und gerne wieder kommt. Musikalisch begleitet die Gruppe Tambor Axe das Fest. Es wird darum gebeten, in Sportkleidung zu erscheinen, schließlich geht es sportlich zu.

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