Sport plus Migrationshintergrund

Von: dama
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Die frisch zertifizierten Übungsleiterinnen sind stolz und wollen nun Fuß fassen und unterstützend zur Seite stehen. Foto: Martinak

Jülich. Es sei eines der erfolgreichsten Projekte überhaupt. Nach den Erfolgen in Sachen „Zertifizierter Bewegungskindergarten“ und „Sportcheck an Grundschulen“, die in Jülich durchgeführt wurden, folgt nun die Zertifizierung von Übungsleiterinnen mit Migrationshintergrund. Die Idee: Brückenbauerinnen zu den unterschiedlichsten Nationalitäten zu schaffen.

„Das Thema Integration ist das Wesentliche. Auch Frauen aus unseren Ländern wollen Sport machen. Sie trauen sich nur nicht, aus Angst ausgestoßen oder abgewiesen zu werden, weil sie Kopftücher tragen, die deutsche Sprache nicht beherrschen und gehemmt sind“, ergreift Souad Kerroumi das Wort. Sie und sieben weitere aus Venezuela, Marokko, Sri Lanka und dem Libanon stammenden Frauen haben nun erfolgreich die Ausbildung zur Sportübungsleiterin absolviert.

Respekt und Anerkennung

„Sie haben alle Respekt und Anerkennung verdient. Nicht jeder hätte Mut gehabt, sich so etwas zuzutrauen“, lobt Katarina Esser, Dezernentin der Stadt Jülich. Ohne die finanzielle Unterstützung der Barmer GEK wäre die Umsetzung des Projektes allerdings nicht möglich gewesen. Angeleitet von Mitarbeiterinnen des Kreissportbundes fanden seit Anfang September jeden Freitag und Samstag die einzelnen Seminare und Lerneinheiten statt.

Nicht nur Theorie spielte eine wichtige Rolle. Auch mussten die Teilnehmer selbst sportlich aktiv werden. Das Zertifikat ist bundesweit anerkannt und für vier Jahre gültig, danach müssen Fortbildungen erfolgen. Ab sofort wollen die acht Zertifizierten nun in Schulen, Berufsschulen und anderen Einrichtungen, in denen auch ausländische Frauen Sport betreiben, Fuß fassen und unterstützend zur Seite stehen.

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