Sponsoren finanzieren Gemeinde die Energieausweise

Von: hfs.
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Der großformatige Energieausweis mit überzeugenden Ergebnissen sorgt im Titzer Rathaus für strahlende Gesichter bei Frank von Oppell (v.l.), Bürgermeister Jürgen Frantzen, Diplom-Ingenieur Axel Kahl (EWV) sowie Michael Müller vom Planungsamt. Foto: hfs.

Titz. Seit Juli 2009 schreibt der Gesetzgeber Energieausweise für Gebäude vor, die nicht als Wohnung genutzt werden. Somit sind auch für öffentliche Gebäude entsprechende Nachweise zu führen.

Sind die für Neubauten Pflicht, besteht bei Altbauten ein Wahlrecht zwischen Verbrauchs- und Bedarfsausweis. Letzteren erhielt die Gemeinde Titz für ihr Rathaus.

Energie wird immer teurer, besonders dann, wenn die für große Gebäude zur Verfügung gestellt werden muss. Das ist bei hoher Effizienz mit großen Kostenvorteilen verbunden. Kosten sparen kann nun auch die Gemeinde Titz. Im Rahmen des Umbaus des Rathauses von 1980 war dieser auch unter dem Gesichtspunkt kostensparender Energiemaßnahmen erforderlich, denn größere Gebäude ab 1000 Quadratmetern Nutzfläche müssen den Energieausweis öffentlich aushängen.

„Ihre Gesamtenergieeffizienz ist sehr gut”, bescheinigte Frank von Oppell, Vertriebsleiter für Geschäftskunden der Energie- und Wasserversorgung (EWV) aus Stolberg, dem Titzer Bürgermeister Jürgen Frantzen. Der nahm die entsprechende Urkunde entgegen.

Dafür dankte Frantzen gleich im doppelten Sinne, denn der Energieversorger wurde auch als Sponsor für die Untersuchung gewonnen. „Schließlich belaufen sich die Kosten zur Erstellung des Energieausweises auf rund 8000 Euro”, rechnete der Bürgermeister vor.

Beleuchtung und Lüftung

Dafür nahmen die beauftragten Experten die gesamte Lüftung des Rathauses in Augenschein, es wurde die Warmwasser-Aufbereitung kontrolliert, die eingebaute Beleuchtung, ebenso die Lüftung unter dem Gesichtspunkt energetischer Aspekte begutachtet.

Unter dem Strich kann sich die Gesamtenergie-Effizienz im „neuen” Rathaus sehen lassen. Sie liegt deutlich unter dem Anforderungswert für modernisierte Altbauten.

Doch in der täglichen Praxis wird die Zahl auf dem öffentlich ausgehängten Energieausweis im Foyer des Rathauses wohl noch unterboten werden. „Unsere modernisierte Heizungsanlage konnte bei den Untersuchungen noch nicht mit einbezogen werden”, erläuterte Michael Müller, Fachbereichsleiter des Bau- und Planungsamtes.

So dürfte in zehn Jahren, wenn die Prüfung erneut erfolgen muss - der Ausweis gilt nur so lange - der tatsächliche Primärenergiebedarf weit unter den aktuell ermittelten 295,1 Kilowattstunden pro Quadratmeter liegen.

Schulgebäude folgt

Damit ist übrigens der erste Energieausweis für ein öffentliches Gebäude in Titz ausgestellt worden. Der Nachweis fürs Schulgebäude läuft. Auch dafür hat die Gemeinde einen Sponsor gewonnen, der übrigens ebenfalls auf dem Strommarkt tätig ist.
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