Spielverderber auf dem Rasen

Von: hfs
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Jülich/Düren. Was ist mit den Schiedsrichtern los? Was mit den Spielern? Zwei Fragen, die sich nach dem vorletzten Spieltag in der Kreisliga A dem neutralen Beobachter stellen.

„Ich bin seit 15 Jahren im Seniorenbereich tätig. So ein Auftreten, so eine Arroganz, so eine Selbstherrlichkeit ist mir noch nie begegnet“, empörte sich nach dem Spielabbruch bei der Reserve von Jugendsport Wenau Dürens Trainer Michael Servos. Seine harsche Kritik richtete sich gegen den Unparteiischen Marcel Mouhlen-Schulz, der im Verlaufe eines „fairen Spiels von beiden Mannschaften“ drei Akteure der Gäste vom Platz gestellt hatte. „Eine rote Karte, die gegen Cemih Celik, war völlig in Ordnung. Er hat nachgetreten“, kommentierte Servos die Entscheidung aus der 24. Minute. Alle andere Entscheidungen seien allerdings „lächerlich“ gewesen.

Die erste Rote (14.) wurde, so steht es jedenfalls im Spielbericht, wegen Beleidigung eines Gegenspielers ausgesprochen, was von Wenauer Seite auch bestätigt wurde. Die Gelb-Rote (70.) wurde wegen Meckerei verhängt, Tatsachentscheidungen, die man einfach als Trainer und Spieler akzeptieren muss.

Dass der Unparteiische „nicht der beste war, die Hektik in ein faires Spiel brachte“, dies stellt auch Wenaus Trainer Jürgen Gehlen dar, der in seiner Aussage noch soweit geht, dass er dem Referee unterstellt, durch sein Verhalten die Mannschaften habe provozieren wollen.

Da Wenau einige Spieler in Reihen hatte, die zur Nachtschicht mussten, hatte man sich darauf geeinigt, nur eine ganz kurze Pause zu machen. „Düren war schon wieder nach drei Minuten auf dem Platz, wir nach vier, der Schiri, der informiert war, hat aber exakt die 15-minütige Pause eingehalten. So war schon weiterer Ärger vorprogrammiert“, sagte Gehlen.

Als dann nur noch sieben Dürener Akteure auf dem Platz standen, zwei davon verletzt waren und nicht ausgewechselt werden konnten, weil keine Ersatzspieler zur Verfügung standen, baten die Gäste um Spielende. „Dem haben wir natürlich entsprochen“, sagt Gehlen und verweist gemeinsam mit seinem Gegenüber Michael Servos auf die bisherige Statistik des Unparteiischen, die im entsprechenden Fupa-Netz einsehbar ist. Danach soll der in den seinen bisherigen Saisonspielen 15 Mal die rote Karte gezückt haben, neun Gelb-Rote ausgesprochen und zwei Spielabbrüche „hingelegt“ haben. Jürgen Gehlen: „Der ist also bestens bekannt.“

Bekannt ist auch Schiedsrichter Lukas Kunkel aus Barmen. Der leitete die Paarung zwischen dem Türkischen SV Düren und der Rhenania aus Lohn. „Ein unauffälliges, umkämpftes Spiel“, wie die beiden Trainer Armin Matla und Daniel Grewe berichteten. Das allerdings in der 70. Minute eskalierte.

Nachdem ein Lohner Spieler eine gelbe Karte gezeigt bekommen hatte – er hatte sich über den Elfmeter geärgert, der zum Ausgleich führte – sah er später Rot und versuchte daraufhin, dem Schiedsrichter die Karte zu entreißen. Als das nicht gelang, rastete er aus, trat den Schiedsrichter zu Boden. „Er hat völlig überzogen reagiert, warum weiß keiner“, sagt Lohns Trainer Grewe danach. Dass Kunkel danach die Partie beim Stande von 4:1 für den TSV abbrach, ist verständlich. Dass dieses Spiel ein Fall für die Dürener Spruchkammer wird, davon ist zu hundert Prozent auszugehen.

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