SPD: Keine Autos auf dem Marktplatz

Von: gep
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Jülich. Die Jülicher SPD will keine Autos auf dem Marktplatz. Das stellt deren Fraktionsvorsitzender Harald Garding klar. Er reagiert damit auf Aussagen des CDU-Stadtverbandsvorsitzenden Elmar Fuchs. Garding: „Die Jülicher CDU möchte auf Umwegen offenbar doch wieder die Befahrung des Marktplatzes in die Wege leiten, wovon bislang an keiner Stelle die Rede war. Dem wird die SPD nicht zustimmen.“

Fuchs hatte erklärt, dass die Befahrbarkeit der City verbessert werden müsse. „Ältere Bürger mit Auto kommen nicht mehr in die Stadt“ , stellt er fest. Die Fußgängerzone sei für eine Kleinstadt „zu groß dimensioniert“.

Als Ursache für die hitzige Diskussion über die Neugestaltung des Marktplatzes macht Sozialdemokrat Garding „wieder einmal ein Kommunikationsproblem“ aus. „Dass einer der Beteiligten zur Klärung mal zum Telefonhörer gegriffen hat, ist nicht überliefert.“ Laut Garding gibt es „keine Marktplatzkommission, ein solche ist durch den Rat nie eingesetzt worden“. Es gebe auch bislang keinen Beschluss des Planungsausschusses über Baumfällaktionen oder sonstige Maßnahmen.

Dagegen hatten Conrad Doose, Vorsitzender des Fördervereins Festung Zitadelle Jülich, und Guido von Büren, Vorsitzender des Jülicher Geschichtsvereins, bei ihrem Schlagabtausch mit Erich Gussen (CDU), dem Vorsitzenden des Jülicher Planungs-, Umwelt- und Bauausschusses (PUB), erklärt, dass es „Beschlussentwürfe“ und auch eine von Gussen gebildete „Marktplatzkommission“ gegeben habe. Im Detail hatten die beiden Vereinsvorsitzenden in einem als Reaktion auf Gussen formulierten ten Bürgerantrag gefordert, dass maximal nur vier Bäume gefällt werden dürften. Dafür sprächen die durchdachte Gestaltung des Baumkarrees auf dem Platz, das nicht zerstört werden dürfe, und Denkmalkriterien.

Gussen selbst hatte erklärt, dass maximal acht Bäume entfernt werden sollten, um den Marktplatz aufzuwerten. Denn laut Fuchs ist der Platz „nicht so nutzbar wie gewünscht“ – nämlich für eine multifunktionale Nutzung. Ein Renaissance-Marktplatz sei jedenfalls eine „bereits im Ansatz fehlerhafte Platzkonzeption“.

Auch nach Einschätzung der SPD, so Garding, ist der Wochenmarkt der größte Publikumsmagnet für die Innenstadt, nur an Markttagen setze die von allen gewünschte Belebung des Marktplatzes ein. Dies müsse Ausgangspunkt für die Überlegungen zur Gestaltung des Marktplatzes sein.

Der bisherige Aufbau des Wochenmarktes führe, so der Fraktionsvorsitzende, zu einem Nebeneinander der Marktstände und der vom Marktgeschehen abgeschnittenen anliegenden Geschäfte. Ziel müsse es sein, den Wochenmarkt attraktiv so zu gestalten, dass die Geschäfte ins Geschehen integriert würden.

Garding: „Um das umsetzen zu können, wird die eine oder andere Veränderung der baulichen Gestaltung des Platzes einschließlich auch der Entfernung von einzelnen Bäumen notwendig sein. Wie viele dies letztendlich sein werden, wird die Diskussion zeigen, an deren Ende ein Konzept stehen muss, um den Markt funktionaler und attraktiv zu gestalten.“

Im nächsten Planungsausschuss am 21. November sollten alle Überlegungen transparent dargestellt und ergebnisoffen diskutiert werden. Erforderlich sei ein Gremien-Beschluss, der „auf breite Akzeptanz stößt“. Und auch laut Fuchs ist „jeder aufgerufen, eigene Vorschläge zu machen.

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