SPD-Antrag zu Hundekot in Titz wird abgelehnt

Von: hfs.
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In Inden schon Realität, in Titz wohl kein Thema: Hundekotbeutelspender. Foto: Wolters

Titz. Es bedurfte wahrlich keiner „höheren Mathematik“, einen Antrag der SPD-Fraktion in der Gemeinde Titz zu hinterfragen, der im Vorfeld der heutigen Ratssitzung von den Sozialdemokraten im beratenden Haupt- und Finanzausschuss eingebracht worden war.

Nämlich den, im Gemeindegebiet Hundekotbeutelspender aufzustellen. Schließlich „müsse man etwas für Hundebesitzer angesichts der angehobenen Steuer tun“, sagte Fraktionsvorsitzender Fred Schüller.

Bevor nun heute Abend Hundebesitzer den Bürgersaal im Titzer Rathaus „stürmen“, um die endgültige Ratsentscheidung live mitzuerleben: Den Beschluss wird es nicht geben, allein schon wegen der mathematischen Beleuchtung, die Bürgermeister Jürgen Frantzen vor dem Empfehlungsbeschluss des Haupt- und Finanzausschusses vornahm.

Besitzer von Hunden – von den Vierbeinern gibt es nach der neuesten Erhebung im Titzer Gemeindegebiet exakt 1402 – bräuchten laut Frantzen „bei einer Rundumversorgung und zwei Verdauungsprozessen am Tag 2804 Hundekotbeutel“.

Bei einem kalkulierten Preis pro Beutel von 2 Cent wäre der von der SPD angesetzte Betrag von 1000 Euro für die Befüllung der Hundekotbeutelständer nach 18,5 Tagen aufgebraucht, „denn dafür gibt es nur rund 50000 Beutel.“ Abgesehen von der Füllkontrolle durch einen Bediensteten der Gemeinde – die Personalkosten hatte der Bürgermeister nicht mit eingerechnet – müssten im Jahr etwas über eine Million Beutel angeschafft werden.

„Bei einer Kantenlänge von 18 Zentimetern pro Beutel entspräche dies einer Kotbeutellinie von rund 189 Kilometern Länge, die wir dann zu entsorgen hätten.“ Er wolle nur die „monetäre Seite“ des Antrags, nicht den Inhalt bewerten, machte Frantzen deutlich. Die Folge: Der Ausschuss empfiehlt dem Rat, heute den SPD-Antrag abzulehnen.

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