SPD Aldenhoven startet mit Kritik an Bürgermeister in den Wahlkampf

Von: zts
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Die Aldenhovener SPD mit den kommunalen Kandidaten, dem Landtagsabgeordneten Peter Münstermann (4. v. r.), Ortsvereinsvorsitzender Raoul Pöhler (r.) und Fraktionschef Udo Wassenhoven (3. v. l.). Foto: Zantis

Aldenhoven. Mit scharfer Kritik an Bürgermeister Lothar Tertel (parteilos) ist die Aldenhovener SPD in den Wahlkampf gestartet. Auf der Versammlung des Ortsvereins (OV) zur Vorstellung der Kandidaten für die Kommunalwahl markierte der OV-Vorsitzende und Kreistagsabgeordnete Raoul Pöhler die Marschrichtung: „Wir sind bereit, um für eine Mehrheit zu kämpfen.“

In der Merzbach-Gemeinde müsse eine „Wende“ herbeigeführt werden, um endlich den Niedergang zu stoppen. Der Landtagsabgeordnete Peter Münstermann nannte den 25. Mai den „Zahltag für die Region“ in der Europa-, Kreis- und Kommunalpolitik. Für ihn ist der Spitzenkandidat der europäischen Sozialdemokraten Martin Schulz „ein Mann der Tat, der auch unangenehme Wahrheiten deutlich macht“. „Es geht um die Zukunft Europas. Und ich bin stolz, dass wir einen hervorragenden Kandidaten aus unserer Heimat haben.“

Mit Blick auf den Kreistag verkündete Münstermann die Parole: „Wir müssen die CDU-FDP-Mehrheit im Kreistag brechen und den Landrat abwählen. Es muss Schluss sein mit Großveranstaltungen und spektakulären Events, mit Beschlüssen, die die Kommunen erdrücken.“ Und weiter: „Wir werden 15 vergeudete Jahre endlich zu einem Ende führen!“ Für Münstermann hat die Aldenhovener SPD mit Raoul Pöhler und Franz Fiedler für den Kreistag zwei „engagierte Kandidaten, die eine starke Repräsentanz darstellen werden“.

Im Hinblick auf die im September anstehende Bürgermeisterwahl machte Pöhler deutlich: „Wir werden zu gegebener Zeit einen eigenen Kandidaten in Aldenhoven benennen, und wir werden Bürgermeister Lothar Tertel nicht unterstützen.“ Auch die CDU ist von Tertel, dessen Kandidatur sie 2007 noch unterstützt hatte, abgerückt und hat mit dem Siersdorfer Ralf Claßen einen eigenen Bürgermeisterkandidaten nominiert.

Gesamtschule „unser Kind“

SPD-Fraktionsvorsitzender Udo Wassenhoven sprach unter dem Leitthema „Tertel und seine CDU“ von „verlorenen Jahren in Aldenhoven“. Die neue Gemeinschaftsschule Aldenhoven/Linnichnannte er „unser Kind“, „denn wir haben diese Schulform durchgesetzt. Wir hatten die richtigen Kontakte.“ Pöhler sprach mit Blick auf die CDU von „Zweizüngigkeit“, mit der die Gesamtschule „boykottiert“ worden sei.

Scharf kritisierte Wassenhoven „die gravierenden Fehlentscheidungen“ des Bürgermeisters. „Der Toom-Markt geht nach Jülich, weil man in Aldenhoven seine Expan-sionswünsche nicht erfüllen wollte.“ Für den Fraktionsvorsitzenden „denkt der Bürgermeister in Aldenhoven kurzfristig zum Schaden der Gemeinde“. Viele Dinge liegen laut Wassenhoven im Argen: „Deshalb müssen wir als SPD für eine gesicherte Mehrheit kämpfen, um vieles in der Gemeinde zu verändern.“

Zur Kommunalwahl am 25. Mai tritt die SPD mit folgenden Direktkandidaten an – in den fünf Aldenhovener Stimmbezirken mit Jürgen Schulze (Schwanenkamp), Markus Buder (Ortskern), Willi Dickmeis (ev. Kirche), Hermann Grzegoczyk (Gut Köttenich), Alfred Paduschek (Realschule) und Kajetan Raab (Fritz-Erler-Ring). Des Weiteren sind nominiert Edmund Lübke (Dürboslar/Siersdorf 3), Udo Wassenhoven (Freial- denhoven/Engelsdorf), Bernd Jansen (Neu-Pattern), Jürgen Faust (Niedermerz/Weiter Hausen), Sascha Poullig (Schleiden/Weiler Langweiler), Franz Siedler (Siersdorf 1/Ortskern) und Reinhard Schodler (Siersdorf 2/Gerhard-Heusch-Platz). Für die Kreistagswahl sind nominiert: Franz Fiedler (Aldenhoven, Neu-Pattern, Niedermerz, Schleiden, Weiler Hausen, Weiler Langweiler) und Raoul Pöhler (Siersdorf, Dürboslar, Freialdenhoven, Engelsdorf, Welz, Floßdorf, Rurdorf, Gereonsweiler, Ederen).

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