Spatenstich für zweiten Bauabschnitt des Testing Centers

Von: gep
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Hübsch hergerichtet für den Spatenstich: Ein Spaten und ein Helm waren allerdings zu viel beim Startschuss für den 2. Bauabschnitt des Aldenhoven Testing Centers (ATC) in Siersdorf. Foto: gep

Siersdorf/Baesweiler. Das Aldenhoven Testing Center of RWTH Aachen University (ATC) ist „auf dem richtigen Weg“. Das sagte ATC-Geschäftsführer Maciej Foltanski beim Spatenstich für den zweiten Bauabschnitt. Jetzt werden auf dem Areal nahe Setterich 9,5 Millionen Euro für die Automobilforscher verbaut – für einen 2000 Meter langen Ovalrundkurs, Bremsstrecken, Steigungshügel, Schlechtwetterstrecke und einen Handlingparcours.

Die kreisrunde Fahrdynamikfläche mit einem Durchmesser von 200 Metern ist bereits im ersten Bauabschnitt errichtet worden und Ende 2009 in Betrieb gegangen. Der zweite Bauabschnitt soll Ende September, spätestens im Oktober realisiert sein. Wie Foltanski sagte, gibt es bereits „erste Interessenbekundungen“ aus der Indus-trie, sich auf dem ATC ansiedeln. Jedenfalls solle das Center ein „Leuchtturmprojekt“ für die Region und das Land NRW werden, betonte der Manager.

Der Landrat des Kreises Düren, Wolfgang Spelthahn, unterstrich, dass die RWTH zum „Glücksfall“ wurde, als es darum gegangen sei, 160.000 Quadratmeter „wertvollster Brache“ des Eschweiler Bergwerksvereins (EBV) zu revitalisieren. Er erinnerte daran, dass „die Gemeinde Aldenhoven über zehn Jahre an der Brache gearbeitet hat“, ohne einen großen Durchbruch zu erzielen. Zuletzt habe sogar „fast“ die Hoffnung gefehlt, das Areal der ehemaligen Zeche Emil Mayrisch wieder nutzen zu können.

Drei Institute der RWTH hätten „mit Sachverstand und Lobbyarbeit“ das Projekt möglich gemacht, das für Millionen von Autofahrern von Nutzen sein werde: das Institut für Regelungstechnik (IRT) mit Prof. Dirk Abel, das Institut für Kraftfahrzeuge (IKA) mit Prof. Lutz Eckstein bzw. dessen Vorgänger Prof. Stefan Gies, heute Leiter der Pkw-Fahrwerkentwicklung bei VW, sowie das Institut für Verbrennungsmaschinen (VKA) mit Prof. Stefan Pischinger. Abel hatte zudem das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) mit ins Boot geholt.

„Die Region wächst zusammen“, stellte Spelthahn fest, die Aachener Exzellenz-Universität engagiere sich über die Aachener Stadtgrenzen hinaus.

„Superspannend“

Die Institute und die Hochschule selbst hatten im ersten Durchgang drei Millionen Euro aufgebracht, der Kreis Düren stellte das Grundstück zur Verfügung und übernahm die Vorlaufkosten von zwei Millionen Euro. Der zweite Bauabschnitt kostet 9,5 Millionen Euro, davon übernimmt das Land 80 Prozent. In Angriff genommen werden soll nun das, was Prof. Eckstein die Vision „Unfall- und emissionsfreies Fahrerlebnis“ nannte. Ein wichtiges Werkzeug im Kampf für Verkehrssicherheit sei das europäische Satellitennavigationssystems Galileo, das in Siersdorf simuliert werden kann. Die Anlage mit sechs Pseudo-Satelliten (Sendestationen) sei eine „einzigartige Infrastruktur in Europa“. Auch RWTH-Kanzler Manfred Nettekoven erwartet viel vom ATC: Das werde eine „superspannende Geschichte“.

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