Spaßfaktor ist beim Science-Slam entscheidend

Von: Kr.
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Sie alle erbrachten eine tolle Leistung und demonstrierten dem Publikum, dass Wissenschaft auch Spaß machen kann. Foto: Kròl
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Als jüngste und beste Teilnehmer schnitten Max Schuch und Milan Petzi in ihrer Altersklasse ab. Foto: Kròl

Jülich. Es ist schon ein Kunststück, wissenschaftliche Ergebnisse korrekt wiederzugeben. Dabei haben wissenschaftliche Vorträge nicht selten eine einschläfernde Wirkung auf die Zuhörer, doch das muss nicht sein.

Dass es auch anders geht, beweisen immer wieder die Science-Slams, die ins Leben gerufen wurden, um Themen zu Wissenschaft und Technik auf ansprechende Weise kurz und bündig und gleichzeitig unterhaltsam auch für Nicht-Fachleute verständlich wiederzugeben.

Neben den richtigen Inhalten steht dabei der Spaßfaktor im Fokus. Je witziger der Vortrag, desto besser die Wertung des Publikums. Meist sind es Nachwuchswissenschaftler, Azubis, Studierende und Doktoranten, die sich auf diese Weise präsentieren. Davon gibt es in Jülich durch die Nähe zum Forschungszentrum (FZJ) und der Fachhochschule (FH) genug. Doch auch an den Schulen wird den so genannten Mint-Fächern große Aufmerksamkeit gewidmet.

So war es der Nachbarschaftsdialog, in dem sich FZJ, FH, die Stadt und verschiedene Firmen und Institutionen zusammengeschlossen haben, der im vergangenen Jahr die Idee entwickelte, auch Schüler zum Science-Slam einzuladen. Die Resonanz war gut und so verlangte der Wettbewerb nach einer zweiten Auflage, ist es dem Nachbarschaftsdialog und seinem Arbeitskreis Bildung doch daran gelegen, Wissenschaft und Technik in den Schulen zu fördern.

Insgesamt zwölf Teams, darunter auch drei Einzelbewerber, hatten sich für das „Jülicher Superbrain“ gemeldet und waren unterstützt von Eltern, Verwandten und Freunden in den Kulturbahnhof gekommen. Diese Unterstützung war dann auch nötig, entschied doch die Lautstärke des Applauses sowie ein spezielles Abstimmungsverfahren per Smartphone über den späteren Sieger.

Von der Promenaden-, der Sekundarschule sowie den Gymnasien Haus Overbach und Zitadelle traten die Schüler, eingeteilt in zwei Altersklassen, an. Sie hatten sich zum Thema „fünf Sinne“ Gedanken gemacht. Moderiert wurde die Wissenschaftsshow von Jochen Goeser (FH) und Artur Derichs (FZJ).

„Pizza Pythagoras“ zum Einstieg

Zunächst machte Prof. Christof Schelthoff dem Nachwuchs vor, wie es geht. „Pizza Pythagoras“ hatte er seinen Vortrag getauft und näherte sich mathematisch den Möglichkeiten, eine Pizza zu zerteilen. Danach ging es gleich los. Fünf Minuten blieben den Zweierteams und Solisten, sich auf ihre Art und Weise dem Thema zu näheren. Yannick Debetz und Yannick Richters waren dem Ohr auf der Spur, Einzelkämpfer Robin Schankweiler den Nervensignalen, Lisa Meuffels und Nele Odinius plädierten für sinnfreie Kinder, und Tristan Maaße und Nico Camen hatten sich das Auge vorgenommen. Sie wurden alle mit reichlich Applaus und einem fünften Platz belohnt.

Auf Rang vier gelangten Jonas Grüdl und Bennet Kieven, die ebenfalls einiges zum Auge zu sagen hatten, Dritte wurden Lars Kleiker und Gianluca Meazzi mit ihrem Vortrag zu den Geschmacksknospen. „Frau Sinnlos“ stellten Layla Annassi und Alice Prikhodovskaia vor und demonstrierten, was es für einen Menschen bedeutet, wenn ihm auch nur einer der fünf Sinne fehlt.

Als jüngstes Team machten Max Schuch und Milan Petzi von der Promenadenschule schließlich das Rennen mit ihrem Beitrag „Milan und Max von Sinnen“.

Nach der Pause ging es mit den vier Teams der siebten bis zehnten Jahrgangsstufen weiter, die ebenfalls viel Phantasie und Kreativität bei der Bewältigung der Themen bewiesen. Gino Machunske sprach vom Macht-Sinn von Bäumen, Hundeballons und roten Flecken. Katharina Theisen und Barbara Kochs überlegten, wie Donald Trump unsere Wahrnehmung beeinflusst und den sechsten Sinn nahm sich Thomas Windt vor.

Marvin Galoski und Nick Reuter überlegten, wie Essen von Geschmack, Geruch und Anblick beeinflusst wird. Hier kam es zu folgender Bewertung. Einzelkämpfer Gino Machunske belegte den ersten Platz. Auf Platz 2 folgten Marvin Galoski und Nick Reuter vor Thomas Windt auf Rang drei und den Viertplazierten Katharina Theisen und Barbara Kochs.

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