Sparkassen-Parkplatz: Fläche soll „weiterentwickelt“ werden

Von: -vpu-
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Jülich. Die Sparkasse Düren ist Eigentümerin des Grundstücks, das an der Bahnhofstraße seit Jahrzehnten als Parkplatz dient und vor noch längerer Zeit einmal als Friedhof diente. Wie am Mittwoch berichtet, liegt der Stadtverwaltung ein Antrag vor, auf dieser Fläche ein viergeschossiges Büro- und Verwaltungsgebäude zu errichten.

Dazu müsste ein Bebauungsplan aufgestellt werden, der Donnerstagabend ab 18.00 Uhr in öffentlicher Sitzung im Fachausschuss beraten wird. Das Vorhaben hat in den sozialen Netzwerken – so auch auf der Facebook-Seite der Lokalredaktion Jülich und Jülicher Gruppen – ein Echo ausgelöst. Einige Bürger sorgen sich um das Grün und die Bäume, die durch eine Bebauung verschwinden müssten. Unsere Redaktion hat den Vorstand der Sparkasse dazu befragt.

Bauprojekte fallen in die Zuständigkeit von Dr. Gregor Broschinski, der im Herbst 2013 seine Tätigkeit im Vorstand des Kreditinstituts aufgenommen hat. „Aus Eigentümersicht ist zu sagen, dass wir das Grundstück weiterentwickeln möchten – über eine reine Parkplatznutzung hinaus und auch im Wert“, sagte Broschinski am Mittwoch. Die geplante Maßnahme sei „keine Vorfestlegung, was ein Kreishaus betrifft“. Die Sparkasse vertraut vielmehr ihrer Markt- und Lageeinschätzung. Broschinski: „Für attraktive Gewerbeflächen sehen wir einen Markt in Jülich.“

Das angestoßene Bebauungsplanverfahren diene auch der „Klärung der Situation“. Im Zuge dessen nämlich könnten Einwände und Kritik öffentlich geäußert werden. Broschinski: „Sollten wir ein positives Votum bekommen, würden wir uns damit natürlich kon-struktiv mit der Kritik auseinandersetzen und sehr verantwortlich damit umgehen.“

Das Geldinstitut würde dann ein Stadtplanungsbüro beauftragen, das die Einwände und Bedenken abwägt. Außerdem: „Wenn es zu einer Neubebauung kommen würde, wäre ein Baumbestand natürlich vorgesehen, auch ein neuer“, sagte Dr. Gregor Broschinski unserer Zeitung.

In den sozialen Netzwerken war genau das die Stoßrichtung: Ein Kommentator sah das Vorhaben unter dem Motto „Jülich soll grauer werden“, ein anderer befürchtet sarkastisch: „Demnächst betonieren sie noch den Schwanenteich.“ Über die Aufstellung des Bebauungsplanes entscheidet am Donnerstag der Ausschuss für Planung, Umwelt, Bauen im Großen Sitzungssaal des Neuen Rathauses. Die Tagesordnung ist allerdings stattlich und dürfte einige Stunden in Anspruch nehmen. Der „Sparkassen-Parkplatz“ ist als Punkt 23 vorgesehen.

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