Jülich - Spargel-Saison: Aus und vorbei

Spargel-Saison: Aus und vorbei

Von: hfs.
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Gewaschen und sortiert läuft das frische Gemüse bei Albert Wynands übers Band, aber nur noch am Donnerstag. Foto: hfs.

Jülich. Mit dem Johannistag gönnen die Spargelzüchter ihrem Edelgemüse auf dem Feld eine Ruhepause. So geht die Spargel-Saison offiziell am 24. Juni zu Ende. Doch auch Rhabarberfreunde müssen passen, denn auch für diese Stängelfrucht ist heute „Finale”. „Der Spargel kommt mit dem Johannistag in eine Phase, wo er den Saft selbst braucht zum Gedeihen. Wir könnten zwar noch rund zwei Wochen länger stechen, aber dann hätten wir im nächsten Jahr das Nachsehen.”

Albert Wynands ist seit 20 Jahren in Merzenhausen Spargelzüchter. Auch er lässt am Donnerstag zum letzten Mal den Spargel auf seinen Feldern stechen. Die schwarze Folie, die ab Anfang Mai, je nach Witterung - „es darf nicht zu feucht sein” - über die „Spargelhügel” gelegt wird, wurde schon entfernt.

„Die konnten wir in diesem Jahr gut gebrauchen, denn zu Beginn war es doch sehr kalt”, sagt Wynands, der den ersten Saisonspargel am 1. Mai anbot - 14 Tage später als im Vorjahr. „Die Qualität in diesem Jahr war sehr gut, der Ertrag lag zwar etwas unter dem des letzten Jahres, aber dank meiner Kunden kann ich sehr zufrieden sein mit der Saison”, zieht Wynands Bilanz. Der Merzenhausener Spargelbauer wird das Edelgemüse nun düngen, im Herbst den Strauchwuchs abmähen. „Je höher der ist, um so besser wird im kommenden Jahr die Ernte sein”, erklärt er.

Mit der Spargelsaison ebenfalls sehr zufrieden ist Bernd Schüller, seit 30 Jahren Marktbeschicker in Jülich. „Es gab zwar auf Grund des kalten Wetterns Anfang Mai nicht so viel Spargel im Angebot wie in den Jahren zuvor. Aber dafür hatte er eine hervorragende Qualität”, weiß Schüller, der sich das Edelgemüse natürlich ebenfalls selbst schmecken ließ.

Am Donnerstag wird er den letzten heimischen Saison-Spargel verkaufen. „Für ein paar Wochen ist dann Schluss, dann haben wir ihn wieder im Regal”, kündigt er an. Das Gemüse kommt dann allerdings nach Auskunft des Markthändlers aus Peru oder anderen südamerikanischen Ländern. „Was die Qualität anbelangt, steht dieser Spargel dem deutschem in nichts nach”, sagt er. Das Preis-Leistung-Verhältnis sei laut Schüller „normal”.

„Natürlich war der Spargel Anfang Mai mit rund neun Euro pro Kilogramm am teuersten.” Jetzt, zum Ende der Saison, liegt der Preis bei ihm bei knapp sechs Euro. Natürlich hat er für den heutigen Schlusstag mehr Kisten Spargel im Regal. „Die Leute kaufen dann nochmals gut ein, viele werden ihn dann auch einfrieren”, glaubt der Händler. „Mir schmeckt er besser, wenn er frisch zubereitet wird.”

Schluss ist ab Donnerstag auch mit dem hiesigen Rhabarber. Der Saft der Frucht wandelt sich ab heute in Bitterstoffe um, wird ungenießbar. Dass zudem die kürzeste Nacht des Jahres ansteht interessiert vielleicht nur die, die Johanniskäfer in dieser bewundern. Denn die „Glühwürmchen” strahlen ab Sommeranfang besonders intensiv.
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