Spannung ist in der Fußball-A-Liga garantiert

Von: hfs.
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Die SG Broich/Tetz trennte sich vorzeitig von ihrem Coach Martin Schober. Foto: hfs.

Düren. Der Blick auf das Tabellenende der Fußball-Kreisliga A Düren zeigt, dass vier Vereine demnächst intensiv damit beschäftigt sind, dem drohenden Abstieg zu entgehen. Sie bestreiten auf Augenhöhe die Rückrunde. Zwar hat Schlusslicht SV Kelz bisher erst sechs Punkte eingefahren, doch die darüber platzierten Vereine SC Kreuzau, BSV Gey und FC Düren 77 spielten nicht viel besser, denn alle haben lediglich ein Pünktchen mehr auf dem Konto. Es wird also spannend im Keller.

Angeführt wird das untere Drittel der Tabelle von der SG Türkischer SV Düren. Der Verein wollte mit Saisonbeginn das Image der „grauen Maus“ der Liga ablegen, nicht durch gelbe und rote Karten wie zuvor, sondern durch Disziplin überzeugen. In Keskin Kilic, dem Ex-Jugendtrainer des FC Niederau, schien der Verein auch den richtigen Übungsleiter gefunden. Doch der schaffte nicht den erhofften Umschwung, die neue Mannschaft überzeugte nicht, kam zu Saisonbeginn nicht aus dem Keller. Das änderte sich erst, als mit Attila Ermayasi ein neuer Trainer geholt wurde, der selbst bei der SG groß wurde und als Spielertrainer die Verantwortung übernahm. Die Erfolge stellten sich ein, mit Platz zehn und 15 Punkten aus 16 Spielen kann der Türkische SV Düren es schaffen, sich in der Liga weiter zu stabilisieren.

„Alles andere als der Ligaerhalt ist illusorisch“, sagte vor dem ersten Spiel beim FC Düren (1:1) der damalige Trainer Martin Schober. Der war von Koslar – der Verein stellte in der davor liegenden Saison zur Winterpause den Spielbetrieb ein – zur fusionierten SG Broich/Tetz gekommen, deren Akteure meisten allenfalls B-Liga-Erfahrung mibrachten. Einige wenige hatten schon in der A-Liga gekickt. Hinzu kamen noch ein paar ehemalige Bezirksligaspieler. Eine Truppe, die sich zuerst finden musste. Das gestaltete sich als äußerst schwierig, denn dem Remis zum Auftakt und einem 4:1-Erfolg (!) in Barmen folgten zwei 0:2-Schlappen gegen Birkesdorf und in Gey, ehe Kelz mit 3:0 geschlagen wurde. Doch anschließend musste die SG sich mit 0:5 in Schmidt geschlagen geben. Trotz der bis da geholten sieben Zähler kriselte es im Team. Trainer Schober wurde mangelnde Präsenz vorgeworfen und Wolfgang Mittag übernahm als neuer Coach. Der gab mit einem 2:3 daheim gegen Lohn seinen Einstand. Es folgten zwei torlose Remis gegen den Türkischen SV und Borussia Freial-denhoven II sowie ein 2:0-Heimerfolg gegen Welldorf/Güsten. Auch wenn es danach noch ein 0:1 in Langerwehe und ein 1:3 gegen die SG Voreifel gab, überzeugte die SG fußballerisch. Da mit der Partie beim SC Kreuzau nur ein Nachholspiel ansteht, kann Mittag mit seinen Schützlingen ohne Druck in die Rückrunde starten.

Druck verspürt Trainer Mesut Ermayasi beim FC Düren 77. Der steht auf Platz 12, zwischen dem FC und dem Elften Broich klaffen bereits sechs Punkte. Auch wenn die Dürener noch zwei Nachholspiele gegen Rhenania Lohn (3. April) und Freialdenhoven II (10. April) bestreiten müssen, knüpfte die Elf bisher spielerisch nicht an die glänzende Vorsaison an. Eine Tatsache, die der Coach vor Saisonbeginn ahnte, als er davon sprach, diesmal gegen den Abstieg spielen zu müssen. Ein Sieg – der 2:0-Erfolg im „Bruderduell“ beim Türkischen SV – ist einfach zu wenig. Daran können auch die vier Remis nichts ändern. Dem FC 77 droht eine schwere Rückrunde, besonders weil die Elf ihre Spiele gegen Mitkonkurrenten um den Abstieg wie Kelz (1:1) und Kreuzau (1:1) nicht gewann. Zudem ging nach tollem Spiel die Partie gegen den auf Platz 13 rangierende BSV Gey in der Schlussminute mit 3:4 verloren.

Gey ist „Schießbude“ der Liga

Aus Sicht des BSV waren das drei wertvolle Punkte. Meinte auch Trainer Kalle Kiesant, der während der Hinrunde laufend verletzte Akteure vermisste. Nach dem Motto „jedes Spiel eine andere Aufstellung“ stellte sich keine Sicherheit ein. Vor alle der Defensive war das anzumerken. Kein Wunder, dass die mit 50 Gegentreffern „zur Schießbude“ der A-Liga wurde. In den Spielen gegen den Türkischen SV Düren, gegen Schmidt und Welldorf/Güsten wurden jeweils 1:6-Niederlagen kassiert. Hinzu kam die 0:5-Heimniederlage gegen Freialdenhoven II. Da war der zweite Saisonsieg – ein 2:0 gegen Broich/Tetz – nur ein Tropfen auf dem heißen Stein. Das einzige Remis wurde mit 2:2 gegen Langerwehe erzielt. Nun bleiben noch zwei Nachholspiele daheim gegen Welldorf/Güsten (3. April) und eine Woche später gegen Lohn.

Schon nach der Saison-Eröffnung gegen Langerwehe (0:1) war klar, dass Trainer Walter Chojnowski beim SC Kreuzau personelle Probleme bekommen würde. Der Kader war einfach zu klein, zu viele Spieler hatten sich abgemeldet und waren nicht adäquat ersetzt werden. So setzte es im zweiten Spiel eine 0:7-Klatsche in Lohn, der weitere fünf folgten. Am achten Spieltag wurde nach dem 5:2 in Gey der erste Sieg bejubelt. Aber da war Chojnowski schon nicht mehr an Bord, Alexander Acker hatte übernommen. Der freute sich danach über den 3:1-Heimsieg gegen den SV Kelz. Das war am 13. Oktober. Danach gingen weitere fünf Spiele verloren. Als Vorletzter sieht es für den SCK nicht gut aus. Daran dürfte auch das Nachholspiel daheim gegen Broich (27. März) wenig ändern.

Auch wenn der SV Kelz die rote Laterne hält und lediglich einen Sieg – ein 1:0 auf eigenem Platz gegen Lendersdorf – verbuchte, hat die Elf mit einer Tordifferenz von -20 gegenüber den Mitkonkurrenten Kreuzau (-36) und BSV Gey (-31) die deutlich besseren Karten. Und über die bessere Tordifferenz ist auch der Klassenerhalt möglich, wie das Beispiel SG Türkischer SV Düren aus der Vorsaison zeigt. Es wird und bleibt spannend, wenn am 8. März mit dem offiziellen 18. Spieltag die Rückrunde beginnt. Der Abstiegskampf – mit der zurückgezogenen Teutonia aus Niedermerz steht der erste Absteiger ja bereits fest – ist ebenso wenig entschieden wie der Kampf um den Titel, wo Birkesdorf und Voreifel Tabellenführer Schmidt noch auf die Pelle rücken wollen.

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