Sozialraumanalyse: Jugend sucht sich eigene Plätze

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Aldenhoven. Eine Sozialraumanalyse für den Bereich Aldenhoven, die Lothar Thielen, Sozialarbeiter der Evangelischen Kirchengemeinde Aldenhoven vorstellte, soll die Grundlage für die künftige offene Jugendarbeit sein.

Mit dem Begriff „Sozialraum” ist der Lebensraum zu verstehen, in dem sich der gesellschaftliche Entwicklungsprozess der Jugend vollzieht. Dieser ist allerdings ständigen Veränderungen unterworfen, unter anderem durch Arbeitslosigkeit, veränderte Nachbarschaften und demografische Prozesse.

Es sei nicht zu verkennen, dass die Jugend hohen Belastungen durch Schule oder Arbeitsplatz ausgesetzt sei, sagte Thielen. Besonders die permanente Angst vor Arbeitsplatzverlust setze junge Menschen unter Druck. Hinzu komme der frühere Eintritt in die Pubertät und damit die frühere Lösung vom Elternhaus.

Modetrends und Statussymbole (Handy, PC, etc.) üben ebenfalls starken Druck auf die Jugendlichen aus. Häufig seien sie aber finanziell nicht in der Lage mitzuhalten - und zögen sich deshalb aus der Gruppe zurück.

Die Jugendphase werde zusätzlich verkürzt durch Schul- und Ausbildungsreformen. Vor allem die Einführung von Ganztagsschulen bringe Veränderungen im Alltags- und Freizeitverhalten mit sich. Die offene Jugendarbeit sei dadurch deutlich schwieriger, so der Tenor der Sozialraumanalyse.

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