Sozialarbeit in Jülicher Schulen unverzichtbar

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Das Team der städtischen Schulsozialarbeit bietet Ratsuchenden jedwede Unterstützung an. Das Bild zeigt Elisabeth Fasel-Rüdebusch (v. l.), Anja Laux, Thomas Feldmann und Nadine Jansen. Foto: Stadt Jülich

Jülich. „Endlich sind wir in der Lage, an unseren Schulen – angefangen bei den Grundschulen bis zum städtischen Gymnasium – eine Fachkraft für soziale Arbeit einzusetzen“, freut sich Dezernentin Katarina Esser. „Dafür war der Stadtrat bereit, einen finanziellen Eigenanteil zu leisten.“

Bis Anfang des Jahres sah es noch so aus, als müsste aufgrund fehlender Mittel des Bundes die erfolgreiche Unterstützung für Kinder, Eltern und Lehrkräfte an den weiterführenden Schulen ersatzlos gestrichen werden.

Das Land ist eingesprungen

Dann sprang das Land NRW mit der Fortführung der sozialen Arbeit an Schulen zunächst bis 2017 ein. Mit dem Konzept „Kein Kind zurücklassen!“ verfolgt die Landesregierung eine Politik der Vorbeugung und möchte die Weichen für eine bessere Bildungs- und Präventionsarbeit stellen. Im Mittelpunkt steht der Auf- und Ausbau von kommunalen Präventionsketten – von der Geburt bis zum Eintritt in das Berufsleben.

In der sozialen Arbeit an Schule geht es dabei um Unterstützungen im Übergang Schule und Beruf, Beratungsleistungen für Familien oder auch die Kooperation zwischen Schule, Gesundheitswesen, Kultur, Freizeit, Sport und Familie.

In den städtischen Schulen sind nun drei sozialpädagogische Fachkräfte eingesetzt. Thomas Feldmann bietet Unterstützung im Gymnasium Zitadelle sowie in der Grundschule Nord und ihrem Teilstandort Welldorf an. Nadine Jansen hat ihre Einsatzorte in der Promenadenschule, in der Grundschule Koslar und in der Katholischen Grundschule.

Anja Laux steht weiterhin als Ansprechpartnerin im Schulzentrum zur Verfügung. Bis August 2015 gehörte Yvonne Töpfer zum Team, eingesetzt an der Schirmerschule. Dort hat zum 1. August der Träger gewechselt und somit auch die Zuständigkeit für die soziale Arbeit an der Förderschule. Yvonne Töpfer hat nach wie vor ihren Wirkungsort an der Schirmerschule.

Alle Fachkräfte sind telefonisch, per E-Mail oder über die Schule erreichbar. Soziale Arbeit an Schule braucht ein gutes Netzwerk, damit für jedes Kind die passende Unterstützung organisiert werden kann. Teamleiterin Elisabeth Fasel-Rüdebusch organisiert daher Netzwerktreffen, Fortbildungen und Coaching. In regelmäßigen Austausch- und Reflexionsgesprächen werden Konzepte erarbeitet und die Arbeit vor Ort evaluiert.

In den vergangenen drei Jahren ist die Notwendigkeit der zusätzlichen pädagogischen Unterstützung sehr deutlich geworden. Lehrkräfte sind erleichtert, dass sie bei auffälligem Verhalten, Pro­bleme in der Schule oder im Elternhaus mit den sozialpädagogischen Kollegen in einen fachlichen Austausch treten und gemeinsam passende Lösungen finden können.

Gleiches gilt für Eltern und Kinder, die durch das Vertrauen in die Sozialpädagogen eher bereit sind, die notwendigen Schritte zu gehen oder Anträge zum Bildungs- und Teilhabepaket zu stellen.

Hier ist hilfreich, dass die Fachkräfte nicht an Unterrichtszeiten gebunden sind und daher auch Hausbesuche oder die Begleitung zu Fachstellen anbieten. Natürlich ist Soziale Arbeit an Schulen nicht nur ein „Problemlöser“, sondern organisiert auch Präventionsmaßnahmen und Freizeitangebote sowie Aktionstage.

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