Sommertour II: Seltene Einblicke in Kommende-Ruine

Von: jan
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Normalerweise für Besucher nicht zugänglich: die Herrenhaus-Ruine in Siersdorf. Unsere Leser haben jetzt die Chance, eine Führung durch das alte Gemäuer zu machen. Foto: Guido Jansen

Jülich/Siersdorf. Der zweite Teil unserer Leser-Sommertour führt Sie in eine der bekanntesten Baustellen der Region. Seit einigen Jahren arbeitet der Förderverein Kommende Siersdorf daran, das alte Herrenhaus des Deutschritterordens wieder herzurichten, das im Zweiten Weltkrieg so schwer zerstört worden ist.

Archäologen und Bauhistoriker schwärmen von der Ruine, denn das Herrenhaus ist einer der wenigen Neubauten aus der Renaissancezeit, die in unserer Region erhalten sind. Und wegen des Zustands ist das um 1578 gebaute Gemäuer eine offene Fundstelle.

Wer an der Tour durch die Ruine teilnimmt, muss trittsicher und standfest sein. Denn die Kommende ist eine Baustelle mit Provisorien und engen Treppen. Guido von Büren, der Vorsitzende des Fördervereins, wird unsere Leser durch die Ruine führen. Er erklärt nicht nur die bewegte Geschichte des Hauses und der zwölf Ordensritter, die hier mit ihrem Hofstaat gelebt haben. Ein Schwerpunkt werden auch die spannenden Renovierungsarbeiten sein, die der Förderein vornimmt. So muss bald der Westturm mit einer großen Säge vom Gebäude getrennt werden, da er ganz langsam abrutscht und damit Schäden am Herrenhaus anrichten kann. Die Sanierung auf dem Dach und im Keller ist weit vorangeschritten. Trotzdem liegt der größte Teil der Strecke noch vor dem Förderverein, dessen Mitglieder sich fast jeden Samstag treffen, um Hand anzulegen.

Das große Ziel des Fördervereins ist es, bis 2019 so weit zu sein, dass die Kommende für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden kann. Dann jährt sich die Schenkung des Jülicher Grafen an den Deutschritterorden zum 800. Mal. Die Teilnehmer unserer Leser-Sommertour haben also die Möglichkeit, Einblicke in ein Zeugnis der Vergangenheit zu nehmen, die normalerweise nicht möglich sind.

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