Sommerfest in der Kita „Pusteblume“: emotionaler Abschied

Von: sas
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Die Kolleginnen und Kindergartenkinder tanzen und singen zum Abschied von Frauke Schroeder (Bildmitte mit roter Brille). Rechts daneben die neue Leiterin Nina Schiffer. Foto: Sascha Schiffer

Jülich. „Seid offen für neue Wege und an Sie, Frau Schiffer, passen sie bitte gut auf diese Menschen auf“, sagte Frauke Schroeder, mit Tränen in den Augen, bei ihrer Verabschiedung als Leiterin der Kindertageseinrichtung (Kita) Pusteblume, die im Rahmen des Sommerfestes erfolgte.

Nach 43 Jahren, davon 20 Jahre als Leiterin, hieß es Abschied nehmen. „Mit 65 kann man jetzt auch mal in Rente gehen“, sagte Schroeder mit einem Lächeln auf den Lippen.

Es war für sie jedoch kein leichter Abschied: „Am meisten werde ich die Kinder und mein super Team vermissen. Mit manchen habe ich mein halbes Leben verbracht. Es ist mehr als nur ein Kollegium.“ Zum Team stößt nun die Nachfolgerin Nina Schiffer, die zuvor Leiterin der Kita „Mäuseburg“ im Dürener Stadtteil Berzbuir war.

Die 27jährige ist erst seit einer Woche in der Pusteblume, fühlt sich aber schon sehr gut aufgenommen: „Ich wurde sehr gut willkommen geheißen, habe schon ganz viele tolle Eindrücke sammeln können und hoffe, dass ich die gute Arbeit von Frau Schroeder weiterführen kann.“

Veränderungen

Neben der neuen Kita-Leitung wird es auch einige Umstellungen im pädagogischen Bereich geben: „ In der Kita wird es in Zukunft teiloffene Arbeit geben. Das heißt, dass das steife Gruppenkonzept aufgelockert wird und die Kinder selbst entscheiden können, mit wem oder wo sie spielen wollen“, erklärte Schiffer.„Zudem sollen Funktionsräume und Lehrinseln gestaltet werden“.

Ein weiteres Ziel ist das Zertifikat eines Bewegungskindergartens. Trotz dieser Neuerungen darf für Schroeder eins nicht auf der Strecke bleiben: „Trotz der pädagogischen Veränderungen ist es wichtig, dass die Kinder, die uns so am Herzen liegen, weiterhin gut betreut und berücksichtigt werden.“

Für Leonore Küpper-Beckers, Geschäftsführerin des Kreisverbands Düren der Arbeiterwohlfahrt (AWO , ist sicher, dass die neue Leiterin Nina Schiffer dieser Aufgabe gewachsen ist: „Sie hat mich schon mit ihrer Art als Leiterin in der Mäuseburg überzeugt. Ich wünsche ihr eine gute Hand und hoffe, dass sie ihren Schwung mitnimmt und in Zukunft neue Projekte umsetzen wird.“

Neben Küpper-Beckers, ließ es sich Karl Schwarz, Vorsitzender der AWO-Kreisverbandes Düren, ebenfalls nicht nehmen, bei der Verabschiedung vorbeizuschauen. „Wenn man nach Jülich kommt, die Chefin und das Personal sieht, merkt man, das ist eine gute Mannschaft“, sagte er.

Auch stellvertretender Bürgermeister Wolfgang Gunia hatte noch ein paar abschließende Worte: „Das ist ein wichtiger Tag für die Pusteblume. Frau Schroeder hinterlässt ein wunderbares Erbe und ich wünsche der Pusteblume eine gute Zukunft.“

Neben den vielen netten Worten, bekam Schroeder zum Abschied noch Blumen vom Förderverein übereicht und ein ganz besonderes Geschenk: Ihre Kolleginnen hatten sich mit den Kindern zwei Musikstücke ausgesucht und ihr mit Gesang und Tanz vorgetragen.

Schroeder war zu Tränen gerührt: „Das war so schön“, sagte sie nach dem offiziellen Abschied. Sie verabschiedete sich aber nicht, ohne selbst ein Geschenk zu hinterlassen. Sie hatte den Kindern heimlich einen Sinnesgarten bauen lassen. Dort können die Kinder mit bloßen Füßen über verschiedene Beläge wie Holz, Stein und Sand laufen, um die Natur zu erfühlen.

Die Projektwoche

Neben dem emotionalen Abschied von Frauke Schroeder gab es auch einen Grund zu feiern: das Sommerfest. Es bildete den Abschluss der Projektwoche zum Thema „AWO verbindet Kulturen und Generationen“.

Während dieser Woche haben sich die Kindergartenkinder mit verschiedenen Kulturen, unter dem eigenen Kita-Motto „Eine Reise um die Welt – Spiel, Musik und Kultur“, befasst: „Wir haben den Kindern die einzelnen Länder und Kulturen vorgestellt, uns mit den unterschiedlichen Sprachen und Schriften beschäftigt, Spiele gespielt und beispielsweise Trommeln gebastelt“, sagte Nina Schiffe

r. Während des Sommerfestes konnten die Kinder diese Trommeln auch gut gebrauchen, da ein afrikanischer Trommler zu Gast war, um mit den Kindern zu musizieren.

Neben dem Trommeln stand noch Dosenwerfen, Schatzsieben, Rasta Zöpfe flechten und Schminken auf dem Programm. Zudem zeigten die Kinder ihre gebastelten Perlenketten, Kastagnetten, Armbänder und Länder-Buttons. Zur Stärkung durfen sich alle am internationalen Buffet stärken.

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