Sommerferien verhageln die Brückenkopf-Bilanz

Von: -vpu-
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Parkchefin Dorothee Esser ist zuversichtlich, dass am Brückenkopf bald wieder mehr Besucher zu verzeichnen sind. Foto: Uerlings

Jülich. Die Brückenkopf-Park GmbH hat schon bessere Zahlen verkünden können. Genau 177.469 Besucher wurden auf dem früheren Landesgartenschau-Areal im vergangenen Jahr gezählt, wie Park-Geschäftsführerin Dr. Dorothee Esser auf Nachfrage unserer Redaktion informierte. Zum Vergleich: Im Vorjahr waren es mit rund 193.000 Gäste deutlich mehr, in 2010 weniger (176.000).

Mit Schwankungen muss eine Freiluft-Einrichtung immer rechnen. Allerdings zeigt der langjährige Trend beständig eine Entwicklung nach unten.

Mit den Witterungseinflüssen erklärt die Chefin am Lindenrondell auch den Rückgang im letzten Jahr. „Wir pendeln uns unter 200.000 Gästen ein, aber das schwankt und hängt eben immer mit dem Wetter zusammen, auch wenn ich mich wiederhole. Wenn aber Großveranstaltungen oder auch – wie 2012 – die ersten drei Wochen der für uns wichtigen Sommerferien verregnet sind, bleibt das nicht ohne Folgen.“

Einfluss auf die Jülicher Zahlen hätten aber auch Angebote in der näheren Umgebung. Esser: „Es gibt immer mehr Konkurrenz in der Region, und die ist teils kostenfrei.“ Hinzu komme die Entwicklung, dass die Menschen generell nicht mehr so viel Geld ausgeben wollen oder können und auf jeden Euro achten. Das ist laut Park-Geschäftsführerin auch in der wachsenden „Picknick-Mentalität“ abzulesen. Sprich: Immer mehr Besucher bringen ihr Esseren oder ihren Imbiss mit, was am Brückenkopf ausdrücklich erlaubt ist, aber die Gastronomie nicht zu Beifallsstürmen treibt...

Ungeachtet dessen und ungeachtet von Bilanz-Defiziten in der Vergangenheit sieht Dorothee Esser Anlass für Optimismus. Mit dem Jugendgästehaus wird langfristig eine fünfstellige Besucherzahl die Park-Statistik aufbessern, denn jeder Gast in der neuen Herberge hat automatisch Eintrittsrecht im Park. Außerdem entsteht mit dem Energieerlebnis-Pavillon endlich die ersehnte Möglichkeit, sich im Park auch bei schlechtem Wetter zu vergnügen.

Der Park-Betreiber will aber auch selbst die Initiative ergreifen: So wird der Zoo runderneuert und bekommt – siehe nebenstehenden Bericht – neue Bewohner und in Teilen auch eine neue Struktur.

Die beliebten „Klassenzimmer“-Angebote werden in 2013 ausgebaut und um ein Wald-Klassenzimmer erweitert. Der frühere Forst-Pavillon, der vom Betreiber aufgegeben worden ist, wird saniert und steht dann ebenfalls bei schlechtem Wetter und mitten im Wald zur Verfügung.

Da passte es diese Woche gut, dass sich Park-Vize Hans-Josef Bülles auf den Weg zur Bildungsmesse Didacta nach Köln machte. Erstmals ist der Jülicher Park hier vertreten, was in der Vergangenheit finanziell nicht drin war. Die Kooperation mit Gästehaus-Betreiber Jufa machte es nun aber möglich.

Dorothee Esser wünscht sich als sichtbare große Attraktion einen zusätzlichen Spielplatz mit einem Angebot für die jüngsten Besucher. Ob dafür Geld da beziehungsweise aufzutreiben ist, lässt sich nicht absehen.

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