Solidarität zum Erhalt des Stadions eingefordert

Von: jago
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Bei der Mitgliederversammlung und dem „Zweiten Runden Tisch“ des Stadtsportverbands Jülich stand die positive Entwicklung der Sportstätten und Vereine im Vordergrund. Foto: Jagodzinska

Jülich. Bei der jüngsten Mitgliederversammlung erwies sich erneut, dass der Stadtsportverband Jülich (SSVJ) eine tragende Rolle in der Kommunikation zwischen Vereinen und der kommunalen Verwaltung spielt. Als Sprachrohr mit hoher Fachkompetenz und mit ernsthaftem Interesse an den Sorgen und Nöten der Vereine finden die Sportfreunde um den Vorsitzenden David Wirtz stets ein offenes Ohr bei den zuständigen städtischen Mitarbeitern.

Die sportlichen Belange haben in der Imagepflege der Stadt einen hohen Stellenwert, dokumentiert durch die Anwesenheit von Gert Marx, städtischer Ansprechpartner im Schulverwaltungs- und Sportamt, und Bürgermeister Axel Fuchs, der zur Versammlung „Zeit mitgebracht“ hatte. Der Dachverband der Jülicher Sportvereine lebt vom Engagement seiner Mitglieder insbesondere von denen, die ohne Wenn und Aber mit viel Herzblut da sind, wenn sie gebraucht werden. Ein vorbildliches Beispiel ist Regine Fischer, die seit nunmehr 20 Jahren Vorstandsarbeit im Ressort Jugend, Familie und Schulsport leistet und sich um den Sport in Jülich verdient gemacht hat. Unter großem Beifall dankte David Wirtz der Jubilarin und überreichte ihr eine Urkunde sowie einen Blumenstrauß.

Um satzungstechnischen Vorgaben gerecht zu werden, erfolgte die eigentlich bereits feststehende Wahl eines zweiten Vorsitzenden. Einstimmig bestätigt wurde die Übergabe des Amtes an Elvira Musiol, die als langjährige Geschäftsführerin des SC Jülich 10/97 über hinreichend Erfahrung verfügt. Im Zusammenhang mit dem Wahlprozedere beschloss die Versammlung einstimmig die erforderlichen Anpassungen in der Satzung.

Von großem Interesse war der sich an die Versammlung anschließende zweite „Runde Tisch“. Ein Rückblick auf den ersten im April verdeutlichte die Probleme, die die Vereine jeweils belasteten. Einiges hat sich seitdem getan, Missstände wurden abgearbeitet, andere Problemfälle erweisen sich hingegen als hartnäckiger.

Solidarität eingefordert

Die aktuelle Fragerunde eröffnete Michael Lingnau als Hausherr des Tagungsortes und Vorsitzender des SC jülich 10/97, dem intensivsten Nutzer des Karl-Knipprath-Stadions. „Vieles hat sich dank der Hartnäckigkeit des Vorstands mit neuem Leben entwickelt“, betonte er mit einem Verweis auf den sportlichen Erfolg der „Zehner“. Man sehe das einzige Stadion im Nordkreis nicht nur als Heimat der Fußballer, auch der Breitensport benötige dieses Betätigungsfeld. Mit einem Blick nicht nur auf den erbarmungswürdigen Zustand der Tribüne appellierte Lingnau: „So kann es nicht weitergehen. Wir brauchen die Solidarität des und für den Stadtsportverband zum Erhalt eines Stadions, das es wert ist.“

Bürgermeister Axel Fuchs verwies zunächst darauf, dass die Stadt die Sportförderrichtlinien in allen Punkten einhalte. Gleichzeitig betonte er, dass Jülich ein „ordentliches Stadion“ benötige und man sich neu aufstellen müsse: „Die Fokussierung auf Fußball halte ich für kontraproduktiv.“ Als Freund von Visionen müsse man den Mut haben, diese zu formulieren: „Der Mittelzentrumssportplatz muss ertüchtigt werden, und zwar für alle!“ Damit kam Fuchs ebenso einer Anforderung der BSG des Forschungszentrums entgegen, die ihre Leichtathletik-Sportfeste mit enormem überregionalen Werbecharakter gerne im Karl-Knipprath-Stadion ausrichten würde. Angeregt wurden Gespräche mit dem benachbarten Nutzer JuFa, um Synergien zu schaffen.

Wie sieht generell die Zukunft des Hallenbads aus?“, brachten die DLRG und die Behindertensportgruppe ein Dauerthema zur Sprache. Fuchs nutzte die Frage zu dem „ganz, ganz schwierigen Thema“, darauf hinzuweisen, dass die Entscheidung, die Schulbäder in Welldorf und Koslar zu schließen, richtig gewesen sei – dies zeige die Entwicklung des Schulschwimmens. Als Betreiber des Hallenbads hätten die Stadtwerke Jülich 2014 eine Nutzungsgarantie für drei bis fünf Jahre gegeben, erinnerte Fuchs an eine Aussage des Geschäftsführers Ulf Kamburg. „Ich gehe davon aus, dass über diese Zeit hinaus in Jülich geschwommen werden muss“, formulierte er den „moralischen Auftrag an uns alle“. Die Verantwortung auf die Schule abzuwälzen, scheint vielen Eltern eine bequeme Lösung zu sein, doch wer sei eigentlich dafür zuständig, dass Kinder schwimmen lernen? Der pädagogische Auftrag hierzu liegt in erster Linie im Elternhaus.

Die Sporthallenbelegung mit Trainingszeiten ist für den Judo-Club ein Dauerproblem, ein zweites der Zustand der Duschen. Hierzu stehe die Überarbeitung im Plan des Sportstättenkonzepts, sagte Gert Marx. Die Möglichkeit zur erwünschten Nutzung der vorhandenen Tontechnik an Wettkampftagen wird geprüft. „Keine Probleme“, vermeldete einzig der TTC Indeland Jülich.

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