Solarpark ja, Windpark nein

Von: ahw
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Inden. Regenerative Energien waren gleich mehrfach Thema in der jüngsten Sitzung des Indener Gemeinderates.

Den Auftakt bildete die Aufstellung des Bebauungsplanes für den „Solarpark Grachtweg” (wir berichteten), der bei den Ratsfraktionen auf wahre Lobeshymnen stieß.

Als „zukunftsweisendes Projekt” mit der einmaligen Chance, neue Facetten der Energieversorgung zu realisieren, bezeichnete SPD-Fraktionsvorsitzender Rudi Görke das Vorhaben. Es gelte, diese Gelegenheit zu nutzen.

Zeitvorgabe sportlich

„Ist August zu schaffen?”, fragte Hella Rehfisch (Grüne) besorgt angesichts des ehrgeizigen Zeitplanes. Bürgermeister Ulrich Schuster zerstreute Befürchtungen: Die Zeitvorgabe sei zwar sportlich, aber machbar. Zudem sieht er in dem Projekt eine entsprechende Symbolwirkung für die hiesige Energieregion.

Auch die CDU-Fraktion begrüßte ausdrücklich den Bebauungsplanentwurf. Zudem wünschen sich die Christdemokraten, dass die noch zu gründende Betreibergesellschaft ihren Sitz in der Gemeinde nimmt, der eine Beteiligungsmöglichkeit eingeräumt werden solle. Nicht zuletzt solle im Lauf des Verfahrens eine Rückbauverpflichtung festgeschrieben werden.

Während der Aufstellung des Bebauungsplanes und parallel der Änderung des Flächennutzungsplanes wird auch geprüft, ob der größte Solarpark in NRW auf dem rund zehn Hektar großen Gelände der ehemaligen Hausmülldeponie den Verkehr auf der angrenzenden L241 durch Spiegelungen beeinträchtigen kann. Die Planungskosten trägt als Antragsteller der Kreis Düren. Der Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan wurde am Ende einstimmig gefasst.

Gänzlich anders sind die Vorzeichen bei den Plänen der Stadt Düren, bei Echtz an der Grenze zu den Gemeindegebieten von Inden und Langerwehe eine Vorrangfläche für Windkraft auszuweisen. „Ich empfinde das als unfreundlichen Akt der Stadt Düren. Das können wir uns nicht bieten lassen”, regte Josef Johann Schmitz (SPD) an, „notfalls rechtliche Schritte” gegen die geplante Änderung des Flächennutzungsplanes zu ergreifen. „Das tut man nicht unter Nachbarn.”

Grüne begrüßen Pläne

„Unter guten Nachbarn unterhält man sich”, machte auch Bürgermeister Ulrich Schuster keinen Hehl aus seinem Erstaunen über die Dürener Pläne, die vorher nicht bekannt gewesen seien. Die Windkraft sei zwar eine wichtige Säule im geplanten Energiemix, doch die geplanten sechs Anlagen an der Gemeindegrenze werde man „kritisch begleiten”. Trotz einer vorläufigen Stellungnahme sei man rechtlich nicht „verfristet”, sondern könne im weiteren Verfahren noch nachlegen.

Da regenerative Energien die Zukunft seien, begrüßt Hella Rehfisch (Bündnisgrüne) ausdrücklich die geplanten Windräder an dieser Stelle, sofern die Abstandsflächen eingehalten werden.
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