Jülich - Solarkocher statt Abgase: Schülerinnen aus Jülich in Kenia

Solarkocher statt Abgase: Schülerinnen aus Jülich in Kenia

Von: Daniela Mengels-Driefert
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Solarkocher im Gespäck: Obers
Solarkocher im Gespäck: Oberstufenschülerinnen des Mädchengymnasiums waren wieder in Kenia vor Ort. Foto: Mengels-Driefert

Jülich. Alle zwei Jahre reisen Schülerinnen des Mädchengymnasiums Jülich (MGJ) nach Kenia. „Die Gastfreundschaft und Offenheit der Menschen hat mich sehr beeindruckt”, berichtet eine Schülerin begeistert. „Es war schön zu sehen, wie die Kinder sich jeden Tag über unser Kommen freuten.”

15 Oberstufenschülerinnen ab 16 Jahren waren gemeinsam mit Projektleiterin Bettina Groos und vier weiteren Kolleginnen des MGJ nach Ngong in der Nähe von Nairobi gereist. Sie unterstützen damit das Sozialprojekt der Schule. Im Gepäck hatten sie acht Solarkocher, die vor Ort mit afrikanischen Frauen aufgebaut wurden. Warum Solarkocher für die Afrikanerinnen wichtig sind erklärt Bettina Groos: „Holzkohle und Petroleum sind in Afrika teuer, außerdem verpesten sie die Luft, und in den Hütten kann man kaum atmen. Solarkocher produzieren 450 Watt, fokussieren die Sonnenstrahlen und heizen den Topf sehr schnell an.”

Die Anfänge des Keniaprojektes gehen auf den Weltjugendtag 2005 zurück . Damals waren 50 ­Afrikanerinnen im MGJ untergebracht. Der Kontakt ist geblieben. Alle zwei Jahre fährt eine Gruppe nach Kenia. Um das Ganze finanzieren zu können, fließt der Erlös des Schulfestes und anderer Aktionen in das Projekt. Die Flugkosten tragen die Schülerinnen. „In dem Projekt arbeiten wir immer mit einer kenianischen Organisation zusammen”, erzählt Groos. „Die Partnerorganisation wählte zum Beispiel die Frauen aus, die einen Kocher erhalten.” Auch begleitete die Organisation die Gruppe durch das Land - der Sicherheit wegen, denn eine Gruppe von „Weißen” erregt viel Aufsehen in Afrika.

Es war eine Reise mit vielen Erfahrungen und Eindrücken. In Kenia ist einigen Schülerinnen klar geworden, wie unwichtig manche Dinge sind, mit denen wir uns in Europa beschäftigen: „Wir wissen manchmal nicht, was wir anziehen sollen, aber die Menschen in Kenia wissen nicht, ob sie etwas zu essen bekommen.” Oder: „Wir haben gemerkt, wie gut wir es in Deutschland haben.”
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