Jülich - Soho-Quartett erntet Beifall der Jülicher Jazz-Fans

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Soho-Quartett erntet Beifall der Jülicher Jazz-Fans

Von: ptj
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Die Kölner Jazz-Formation „Soho-Quartett” begeistert mit zeitgenössischem Jazz-Mix im Kuba. Foto: Jagodzinska

Jülich. Zu Gast in der breit gefächerten Konzertreihe des Jülicher Jazzclubs war das Kölner „Soho-Quartett”, das den Jazzfans im Saal des KuBa nicht zum ersten Mal einen außergewöhnlichen Musikgenuss bot.

In ihrer interessanten Besetzung mit Geige, Gitarre, Bass und Schlagzeug spielten die vier studierten Profis ausschließlich klasse arrangierte Eigenkompositionen im Jazz-Pop-Funk-Latin-Mix.

Composer ist Gitarrist Johannes Bongartz, die Verbindung zu Jülich entstand durch Schlagzeuger Tobias Müller, einen „echten Jülicher Jong”. Mit dem Einstiegssong „Happy new year” war das Quartett kurz vor Beginn des Advents zwar etwas früh dran, begeisterte das Publikum aber sogleich mit seiner rockig-melodischen Mischung.

Das musikalische Thema zwischen den Improvisationspassagen hatte besonders durch das leidenschaftliche Geigenspiel von Benedikt Hölker stets hohen Wiedererkennungswert. Vierter im Bunde ist Bassist Roman Fuchß, der ebenfalls mit seinen Soli reichlich Zwischenapplaus erntete.

Das Reggae und Latin-Stück „Gib 8”, in dem Hölker seine Geige in den höchsten Tönen singen ließ und ihr per elektrischem „Wah-Pedal” Quäkeffekte entlockte, war anlässlich eines Wettbewerbs zum Thema Globalisierung entstanden. Aus einem Frankreich-Urlaub entstammt das „Chanson de Les Martineaux” im schnellen Dreivierteltakt! Ein Wien-Aufenthalt hatte Bongartz zu dem besonders melodischen Stück „DiewieN” mit ausgedehnter Gitarrenimprovisation inspiriert, vom handgetrommeltem Rhythmus und sanften Gitarrenklängen eingeleitet.

Fußball-Blues

Ein Geheimtipp ist „2:1”, ein Fußball-Blues mit Geigen- und Basssoli, wo „es so richtig abging”, wie ein Jazz-Fan es ausdrückte. Dissonanter war das Stück „Cold outside” gehalten, dass allerdings bestens die Stimmung winterlicher Kälte zum Ausdruck brachte, der man zu entfliehen sucht.

Der zweite Set nach der Pause startete mit „Five of those” aus der Zeit „als wir noch zu fünft waren”, wie Bongartz erinnerte. Das Kölner Ensemble hatte in wechselnden Besetzungen, auch mit Geige, Klarinette, Piano und Trompete gespielt und ist jetzt zur Urbesetzung zurückgekehrt.

Dem tragisch ums Leben gekommenen schwedischen Pianisten Esbjörn Swensson gewidmet ist das Stück „Iss, Björn” mit Akustikgitarre und stark rhythmischem Geigen-Pizzicato. Die Akustikgitarre spielte Bongartz auch im folgenden Stück „An dich denk ich noch”, das geprägt ist durch seine gekonnte Mischung von Dramaturgie und Melancholie. Ein gelungenes Bossa-Nova-Stück ist „Winterhügel”. Namensgeber für die neue Soho-CD ist ebenfalls eine Urlaubskomposition: „Heut mach isch mal garnix”.

Nach begeistertem Applaus folgte die Zugabe „Ein Lied für Beat” mit besonders ausgeprägter, immer schneller und lauter werdenden Konversation zwischen Schlagzeug und Gitarren.

Deutet man den begeisterten Zwischenapplaus nach den eindrucksvollen Soli und die Forderung nach einer zweiten Zugabe, wird das Soho-Quartett nicht zum letzten Mal Gast des Jülicher Jazzclubs gewesen sein.
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