Aldenhoven - Skate-Bretter, die in Aldenhoven die Welt bedeuten

Skate-Bretter, die in Aldenhoven die Welt bedeuten

Von: ptj
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Viele talentierte Workshopteilnehmer mit Skatboards in Aldenhoven. Foto: Jagodzinska

Aldenhoven. „Der Workshop ist ziemlich gut. Vorher habe mich nicht getraut, von Rampen runterzufahren“, fasste der zehnjährige Eric zusammen. Dann demonstrierte er von der runden Metallkante der Quarterpipe, dem sogenannten „Coping“, einen gelungenen „Drop in“ mit fließend nach vorne verlagertem Körpergewicht.

Die Szene ist Teil eines komplett kostenfreien, zweitägigen Skateboard-/Longboard-Workshops auf der Skateranlage in Aldenhoven, eine Initiative der „Innogy SE“ (RWE) und des gemeinnützigen Vereins „skate-aid“ aus Münster.

Letzterer versucht, durch „Skateboarding“ benachteiligten Kindern und Jugendlichen über soziale und kulturelle Grenzen hinweg zu mehr Selbstvertrauen, Teamgeist, Eigenverantwortung, Zielstrebigkeit und freier Entfaltung zu verhelfen. „Gestern hatten wir 30 Teilnehmer von 10 bis 17 Jahren, heute kamen sechs dazu, darunter auch Neulinge“, sagte „skate aid“-Trainer Tobias Egelkamp. Gemeinsam mit seinem Kollegen Chris Haake brachte er den Kids in der Materialkunde das Einmaleins des Skateboardens nahe: von der richtigen Boardgröße über weiche und harte Rollen oder Lenkgummis bis hin zum geeigneten Kugellager.

14 Bretter für die Gemeinde

Im spannenden praktischen Teil wurden unter anderem die richtige Fußhaltung, Slalom-Fahrt, Bremsung und Fall trainiert, natürlich mit Helm und Schonern. Die für den Workshop obligatorische Schutzausrüstung und Helme wurden komplett von „skate aid“ zur Verfügung gestellt, wobei die Kids anschließend die „richtig tollen Bretter“ einer angesagten Firma behalten durften. Mehr noch: Die verbleibenden 14 Boards wurden der Gemeinde Aldenhoven ausgehändigt, die sie nach Bekunden von Bürgermeister Ralf Claßen gerecht zwischen der Offenen Jugendarbeit in Siersdorf, der der Evangelischen Kirche in Aldenhoven und dem Jugendrat aufteilt.

Claßen zeigte sich zu Recht begeistert von der Maßnahme, nebenbei ein „super Marketing Effekt“ für die Anlage, die „sich unter Wert verkauft“. „Die Fun-Box ist nichts für Anfänger, der Rest der Anlage ist super“, betonte Haake. Denn das mittig in der Anlage platzierte Parkelement mit verschiedenen Auffahrten, die durch ein „Table“ verbunden sind, sei „ziemlich steil“. Natürlich meisterte der 32-jährige Elektroniker, der seit 16 Jahren fährt, selbst alle Herausforderungen mühelos, und zwar ohne Helm und Schoner. Seine Begründung: „Irgendwann weiß man, wie man fällt, man hat keine Angst vor den Tricks“.

Der Trainer befand viele Teilnehmer als „talentiert, auch Mädchen“. Können denn Jungen generell besser skaten? Nein, sie sind meistens „verrückter in der Sache und können eher die härteren Trick“, weiß Haake. Das Pilotprojekt hat 2016 laut Innogy-Kommunalbetreuerin Sarah Thießen „so gut geklappt“, dass die Kooperative mit skate-aid im laufenden Jahr NRW-weit in acht Kommunen Workshops anbietet. Im Kreis sind Aldenhoven und Nörvenich Veranstaltungsorte.

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