Sitzung der IG Welzer Karneval: Singen, tanzen und schwadronieren

Von: kr
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Welz. Die zahlreichen Eigengewächse waren wieder das Salz in der Suppe der Sitzung der IG Welzer Karneval. Bunt kostümiert feierte der ganze Ort in der voll besetzten Welzer Bürgerhalle seinen Sitzungskarneval.

In altbewährter Manier führte Toni Schunck durch das vierstündige Programm und obwohl draußen winterliche Temperauren herrschten, brauchten die Welzer keinen Eisbrecher. Von Beginn an herrschte eine Bombentimmung unter den Närrinnen und Narren. Wie die Welzer ticken und welchen trockenen Humor sie besitzen, erfuhr man am besten aus den tollen Büttenreden, Sketchen und Musikbeiträgen, wie zum Beispiel von den beiden Jägern aus dem Welzer Wald.

Waltraud Goebel und Birgit Thoma gaben in ihrem Zwiegespräche Jägerlatein der allerersten Güte zum Besten. Nicht weg zudenken aus der Sitzung ist Hans Peter Pelzer, Welzer Urgestein und seit Jahrzehnten auf der Bühne. In diesem Jahr schlug er als singender Blumenmann feinsinnige Töne an. Ein Multitalent und Hans Dampf auf der Bühne ist Toni Schunk, nicht nur als Moderator, auch im Sketch als Pastor bei der Nubbelverbrennung, stand er seinen Mann. Singen kann er auch noch, wie er bei seinem spontanen Intermezzo (Dat Wasser von Kölle…) mit dem singenden Clown Eva East eindrucksvoll zeigte.

Dass die Familie Schunk Karnevalsviren im Blut hat, bewies sein Sohn Bastian als Weltenbummler. Bei seinem Interview mit einer Hundertjährigen blieb kein Auge trocken. Im kölsche Karneval ist die Beerdigung des Nubbel schon seit dem 19. Jahrhundert bekannt. Auch in Welz soll es vielen Jahren am Veilchendiensttag Brauch gewesen sein. Dass die Welzer dies auch heute gut können, bewiesen Alo Keutmann, Hans Peter Pelzer, Uwe Schleipen, sowie Toni und Jochen Schunk in ihrem sehenswerten Beitrag ganz im Sinne der Bläck Fööss-Songs „Nix es ömesöns“, der die Nubbelverbrennung einläutete.

Die Tanzmariechen aus Ederen, De Bremsklötz, die Stadtgarde Linnich und die Showtanzgruppe Strohfeuer aus Ederen mit ihren Clowntanz rundeten das Bühnenfeuerwerk ab. Den krönenden Abschluss lieferten die Welzmeister, die Frauen aus dem Dorf, die mit ihrem Beitrag an die vier weltmeisterlichen Höhepunkte von 1954 bis 2014 im Deutschen Fußball erinnerten. Das Finale mit allen Beteiligten schloss dann die rundherum gelungen Sitzung mit dem Liedchen „Drink doch ene met “ ab.

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